Alphaville lehnt Wiedereinladung zum Glücksgefühle-Festival ab
Alphaville soll beim Glücksgefühle-Festival auftreten, lehnt die erneute Einladung nach dem Streit jedoch ab.

Die Band Alphaville wird trotz einer erneuten Einladung nicht beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring auftreten. Veranstalter Markus Krampe hatte die ursprüngliche Ausladung zuvor als Fehler bezeichnet.
Auslöser des Konflikts waren politische Aussagen von Sänger Marian Gold bei früheren Auftritten. Alphaville hatte sich dabei gegen rechtsradikale Tendenzen sowie für Freiheit, Toleranz und Demokratie ausgesprochen, berichtet der «Deutschlandfunk».
Die Veranstalter wollten politische Äusserungen auf ihrer Bühne verhindern. Mit der Band sei darüber keine Einigung erzielt worden, weshalb der Auftritt abgesagt wurde, schreibt die «Tagesschau».
Streit um Kunstfreiheit: Veranstalter lenkt ein
Gold kritisierte die Entscheidung deutlich und verwies auf die Freiheit von Rede und Kunst. Musik sei Teil der Kunst, sagte der Sänger laut der «Tagesschau», weshalb politische Themen nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden könnten.
Nach der öffentlichen Kritik änderte Mitorganisator Markus Krampe seine Haltung. Er erklärte gegenüber der «Bild», die bisherige Vorgehensweise sei ein Fehler gewesen und entschuldigte sich dafür.
Krampe betonte zugleich die Bedeutung der Meinungsfreiheit. Diese sei das höchste Gut in Deutschland und müsse geschützt werden, erklärte der Veranstalter dem «Deutschlandfunk» zufolge.
Alphaville lehnt Wiedereinladung trotz Entschuldigung ab
Anschliessend lud Krampe Alphaville erneut zum Festival ein. Die Rückkehr solle ausdrücklich kein Nachgeben darstellen, sondern eine bewusste Entscheidung für gemeinsame Werte sein.
Die Band entschied sich dennoch gegen eine Teilnahme am Festival auf dem Hockenheimring. Gold erklärte laut dem «Deutschlandfunk», Alphaville nehme die Entschuldigung und Wiedereinladung zur Kenntnis.

Gleichzeitig verwies der Sänger auf die Atmosphäre, die durch die vorherigen Äusserungen entstanden sei. Deshalb werde die Band nicht auftreten, wie die «Tagesschau» berichtet.











