187 Strassenbande: Rapper Gzuz muss in den Knast

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    Deutschland,

    Gangster-Rapper Gzuz, welcher Teil der Gruppe «Strassenbande 187» ist, soll ein Jahr und sechs Monate hinter Gitter. Dies entschied das Amtsgericht in Hamburg.

    187 Strassenbande Gzuz
    Rapper Gzuz (bürgerlich Kristoffer Jonas Klauss) verlässt mit seinem Anwalt Christopher Posch einen Gerichtssaal im Landgericht. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gangster-Rapper Gzuz (32) soll ein Jahr und sechs Monate ins Gefängnis.
    • Unter anderem werden ihm Körperverletzung, Diebstahl und Drogenbesitz vorgeworfen.
    • Das Gerichtsurteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

    Gzuz soll hinter Gitter: Das Mitglied der Hamburger Gruppe 187 Strassenbande hatte eine Reihe an Straftaten begangen. Der Richter ging in seinem Urteil über den Antrag des Staatsanwalts hinaus. Gangster-Rapper Gzuz (32) soll ein Jahr und sechs Monate ins Gefängnis. Das hat das Amtsgericht Hamburg am Dienstag entschieden.

    Dem Frontmann der Hamburger Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande werden unter anderem Verstösse gegen das Waffengesetz, Diebstahl, Drogenbesitz und Körperverletzung vorgeworfen. Unter anderem soll der 32-Jährige einer Frau, die ein Selfie mit ihm machen wollte, ins Gesicht geschlagen haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    gzuz
    187 Strassenbande Gzuz wird unter anderem angeklagt wegen Verstössen gegen das Waffengesetz, versuchtem Diebstahl und Körperverletzung. - dpa

    «Sie inszenieren sich als Gangster-Rapper und wollen als Straftäter behandelt werden. Jetzt werden sie als Straftäter gewürdigt», sagte Amtsrichter Johann Krieten in seinem Schlusswort. Gzuz, der den Gerichtssaal ohne ein Wort zu sagen betreten hatte, nahm das Urteil äusserlich regungslos auf.

    Staatsanwalt fordert Freiheitsstrafe

    An seinen wippenden Füssen merkte man jedoch, wie nervös der Rapper war. Er erschien ganz in schwarz gekleidet vor dem Gericht. Auf die Frage einer Reporterin, was er zu dem Urteil sage, antwortete er nur: «Was soll ich dazu sagen?» Sein Verteidiger, Anwalt Christopher Posch, kündigte an, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

    Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten gefordert. Der Angeklagte, mit bürgerlichem Namen Kristoffer Jonas Klauss, habe sich in allen Anklagepunkten schuldig gemacht, hatte Staatsanwalt Daniel Austen erklärt.

    Gzuz
    Rapper Gzuz (r, bürgerlich Kristoffer Jonas Klauss) sitzt mit seinem Anwalt Christopher Posch in einem Gerichtssaal im Landgericht. - dpa

    Er könne auch keine positive Sozialprognose stellen, da der Angeklagte unter Bewährung stehe und immer wieder straffällig werde. Der 32-Jährige ist bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung.

    187 Strassenbande: Gzuz gelte als «Staatsfeind»

    Sein Verteidiger Christopher Posch hatte gefordert, den Angeklagten in allen Anklagepunkten freizusprechen. «Bei jedem anderen im Saal wäre ein solches Verfahren eingestellt worden», hatte Posch erklärt.

    Nicht jedoch bei seinem Mandanten, der als «Staatsfeind» und «böser Gangster-Rapper» gelte. Dabei habe er sich bei allen Betroffenen entschuldigt. Das Verfahren sei vom ersten Tag an unfair gewesen.

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    Rapper Gzuz (l, bürgerlich Kristoffer Jonas Klauss) steht mit seinem Anwalt Christopher Posch nach der Urteilsverkündung vor dem Landgericht. - dpa

    Im Gerichtssaal wurde zudem ein Musikvideo des Künstlers gezeigt. Posch sagte, es sei für das Gericht wohl «schwer zu ertragen, dass es sich vielleicht um Kunst handelt». Kunst, die einem vielleicht nicht passe.

    «Wir sind hier nicht bei RTL2!»

    Gzuz und sein Verteidiger hatten sich im Laufe des Prozesses einen regelrechten Schlagabtausch mit dem Richter und dem Staatsanwalt geliefert. Posch hatte mehrere Befangenheitsanträge gegen Krieten gestellt, die jedoch alle abgelehnt wurden. Im Gegenzug hatte Krieten sich mehrmals beschwert: «Wir sind hier nicht bei RTL2!»

    Gzuz Urteil
    Gzuz im Hamburger Amtsgericht. - dpa

    «Sie sind ein Sozial-Rüpel! Sie missachten die Regeln des sozialen Miteinanders und meinen, mit Geld alles zu bekommen», schleuderte Krieten Gzuz am Dienstag entgegen. «Sie auch!», entgegnete der Rapper.

    Um Gzuz auch finanziell zu treffen, verurteilte Krieten ihn zusätzlich zu 300 Tagessätzen à 1700 Euro. Dies entspricht einer Summe von 510'000 Euro entspricht.

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