Der Influencer-Job ist so einfach wie lukrativ. Sie posieren auf Social Media mit einem Produkt und kassieren dafür Geld vom Hersteller. In Deutschland machen solche Platzierungen und Sponsoring inzwischen knapp ein Drittel der Werbeumsätze der online-Anbieter aus. Und in der Schweiz?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Einfluss der Influencer auf das Kaufverhalten ihrer Fans wird laut einer Studie immer grösser.
  • Sie besagt, dass durchschnittlich ein Drittel der Follower ein angepriesenes Produkt kauft.
Anja Zeidler bewirbt Fitnessklamotten wie diesen Pulli.
Anja Zeidler bewirbt Fitnessklamotten wie diesen Pulli. - Instagram

Sie kassieren gutes Geld - wie hoch die Gage für eine Kampagne ist, hängt von der Reichweite des Influencers ab. Zahlen werden aber kaum offen gelegt. Eine Olapic-Studie in Deutschland, einem Dienstleister für visuelles Marketing, hat eruiert, dass mehr als ein Drittel der Teilnehmer über den Kauf eines Produktes nachgedacht, nachdem sie es bei einem Influencer entdeckt haben. Fast genau so viele haben angeblich auf dessen Empfehlung gekauft. Im Beispiel von Dagi Bee (23) heisst das: Von ihren 160'000 Followern, die eines ihrer Postings mit «Gefällt mir» markieren, haben nach der Berechnung der Studie mindestens 53'000 den beworbenen Duschschaum gekauft. Für den Hersteller ein lukratives Geschäft: bei einem Preis von 2.30 Euro spült das 123'000 Euro in die Kasse des Herstellers.

Wer passt zu welcher Marke?

Auch Ex-Miss-Schweiz Kerstin Cook (28) versucht sich als Influencerin. Immerhin kann sie einem Produkte-Hersteller 48'000 Follower bieten. So macht sie zum Beispiel als Markenbotschafterin der Apfelmarke Pink-Lady regelmässig auf die heimische Frucht aufmerksam. Für die Firma «Solis» zeigt sich Kerstin Cook mit Föhnfrisur ihren Followern – mit entsprechenden persönlichen Tipps dazu.

Kerstin Cook liebt Äpfel.
Kerstin Cook liebt Äpfel. - Instagram

Und in der Schweiz? Fitnessmodel Anja Zeidler (23) gehört mit ihren 341'000 Followern auf Instagram und 76'000 auf Facebook hierzulande zu den erfolgreichsten Influencern. Auf ihrer Seite macht sie für eine Firma Food-&Fitness Empfehlungen. Wenn ein von ihr beworbener Pulli der Marke Pro Tech Crop Crew (Kostenpunkt: 52 Franken) von einem Drittel ihrer Follower gekauft wird, klingelt die Kasse. So viele dürften es aber kaum sein. Dass ein günstiger Duschschaum schneller gekauft ist als ein teurer Pulli, liegt auf der Hand.

Schweizer kassieren ebenfalls

Wie «marketing&kommunikatin» schreibt, sei es für eine Marke eine Herausforderung, den passenden Influencer zu finden. Es funktioniere nur, wenn sich der Influencer auch mit der Marke identifizieren könne und fragt: Gehört ein Model dazu, welches das eine predigt und das andere macht?

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