Ex-Miss getötet: Mann (43) erhält lebenslängliche Freiheitsstrafe
Die Ex-Miss-Schweiz-Finalistin K.J.* (†38) wurde im Februar 2024 Opfer eines Femizids. Nun wurde das Urteil gegen ihren Mörder bekanntgegeben.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Februar 2024 wurde die frühere Miss-Schweiz-Finalistin K.J.* getötet.
- Die 38-Jährige wurde erst erwürgt und die Leiche dann zerstückelt.
- Nun wurde das Urteil gegen den heute 43-jährigen Täter bekanntgegeben.
Am 13. Februar 2024 geschah in Binningen BL eine schreckliche Tat. Die frühere Miss-Schweiz-Finalistin K.J.* (†38) wurde Opfer eines Femizids.
M.R.* soll die Frau an jenem Dienstag erwürgt und die Leiche danach in der Waschküche zerlegt haben. Inzwischen gibt er die Tat zu. Er erklärte jedoch, dass er in Notwehr gehandelt habe.
Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hatte gegen den Täter am Strafgericht Basel-Landschaft Anklage wegen Mordes und Störung des Totenfriedens erhoben.
Nun hat das Baselbieter Strafgericht das Urteil gegen den heute 43-Jährigen bekanntgegeben.
Er wird zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt.
Gerichtspräsident: «Die Opfer dürfen nicht vergessen werden»
Er muss zudem an die beiden kleinen Töchter eine Genugtuung von je 100'000 Franken bezahlen. An die Mutter der getöteten Frau muss er 126'000 Franken Genugtuung entrichten, an ihren Vater 120'000 und an die Schwester 60'000 Franken.
Der 43-Jährige muss zudem eine Entschädigung von 20'000 Franken an die Opferhilfe bezahlen sowie die Anwaltskosten der Angehörigen übernehmen.
«Die Opfer dürfen nicht vergessen werden», sagte der Gerichtspräsident vor der Urteilsbegründung. Kein Gerichtsurteil könne das Vakuum ausfüllen, das der Verlust eines geliebten Menschen verursacht. «Wir vom Gericht werden Sie nicht vergessen», sagte er weiter zu den Angehörigen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Rund 150 Menschen gedachten vor dem Urteil mit Transparenten der ermordeten Frau. Sie bildeten vor dem Strafjustizzentrum eine Menschenkette und protestierten gegen Femizide.
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