Dominique Rinderknecht

    Dominique Rinderknecht: Black-Friday-Werbung sorgt für Zoff

    Angelika Meier
    Angelika Meier

    Zürich,

    Dominique Rinderknecht inszenierte sich am Klimastreik als Umweltfreundin. Jetzt wirbt sie für Black-Friday-Aktionen. Für die Klimakids ist das Verrat.

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    Dominique Rinderknecht teilt auf Instagram ihre Wunschliste für den Black Friday. - Instagram @dominique_rinderknecht

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dominique Rinderknecht ist Veganerin und ging am Klimastreik auf die Strasse.
    • Jetzt wirbt die Ex-Miss für die Black-Friday-Aktion eines Modeversands.
    • Die Zürcher Klimakids bezeichnen das als Heuchlerei.

    Mit Ach und Krach zog Dominique Rinderknecht (30) im April um die Häuser. Am Klimastreik demonstrierte sie mit Parolen wie «Geld kann man nicht atmen».

    dominique rinderknecht
    Dominique Rinderknecht und Model-Freundin Tamy Glauser inszenierten sich am Klima-Streik als Aktivisten. - Instagram/tamynique

    Umso mehr reiben sich ihre Follower nun die Augen. Die Ex-Miss-Schweiz wirbt als bezahltes Aushängeschild für die Black-Friday-Aktion des Modeversands Zalando. Und kurbelt damit den Konsum an.

    «Ich habe schon eine Wunschliste gemacht», sagt sie stolz.

    Dominique Rinderknecht kurbelt Konsum an

    Darauf listet die bekennende Veganerin unter anderem eine Echtleder-Umhängetasche von Ralph Lauren für 295 Franken. Auch Lederstiefel von Calvin Klein für 230 Franken.

    Bei den Zürcher Klimakids stösst das sauer auf. «Das ist Heucheleii. Der Klimastreik ist nicht da, um für eigene Zwecke missbraucht zu werden», sagt Dominik Waser (21) zu Nau. Er ist einer der führenden Aktivisten in Zürich.

    dominique rinderknecht
    Rinderknecht wirbt seit einiger Zeit für den Modeversand. - Instagram/dominiquerinderknecht

    Die Freundin von Model Tamy Glauser (34) sei in ihrem Klima-Engagement «hochgradig unglaubwürdig», wo Waser. Er erklärt: «Sie wechselt die Seiten. Das geht zu Lasten der Leute, die sich ehrlich für den Klimaschutz einsetzen.»

    Die Klimakids müssten sich von Gegnern schon genug anhören, dass sie auch ein Handy haben und in die Ferien fliegen. «Viele meinen, Rinderknecht sei eine von uns. Das schadet unserer Glaubwürdigkeit.»

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    Der Klimastreik im März 2019 in Bern. - Keystone

    Die Klimakids gehen an diesem Black Friday (29. November) darum gegen die Schnäppchenjagd auf die Strasse.

    Denn: «Eine solche Konsumschlacht verursacht Unmengen an Emissionen und Verpackungsmüll. Viele der Produkte werden nur viel zu kurz oder gar nie wirklich gebraucht. Dies geht auf Kosten von Mensch und Umwelt. Das sollte sich auch Rinderknecht überlegen.»

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