Stadt Zürich

Zürichs Immobilien auf Kurs Richtung Netto-Null

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Zürich,

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt: Die Stadt Zürich senkt Emissionen, baut Solarenergie aus und treibt nachhaltige Gebäudenutzung konsequent voran.

Zürich
Blick auf Zürich mit der Limmat – gemäss Ranking eine der lebenswertesten Städte auf der ganzen Welt. - pixabay

Wie die Stadt Zürich mitteilt, erscheint am Montag, 27. April 2026, zum zweiten Mal der Nachhaltigkeitsbericht von Immobilien Stadt Zürich (IMMO). Er dokumentiert im Zweijahresrhythmus anhand von Kennzahlen und Praxisbeispielen die Fortschritte bei der Erreichung der städtischen Nachhaltigkeitsziele.

Abwärtstrends bei Emissionen und Energieverbrauch

Der Bericht 2025 zeigt, dass sich positive Trends aus der letzten Ausgabe 2023 fortsetzen. So etwa bei der Reduktion der direkten Treibhausgasemissionen: zum Jahresende 2025 war bereits ein Drittel aller fossil betriebener Heizungsanlagen im Portfolio durch erneuerbare Alternativen ersetzt.

Damit bleibt die IMMO auf Kurs, die direkten Treibhausgasemissionen in ihrem 1900 Gebäude umfassenden Immobilienbestand bis 2035 auf Netto-Null abzusenken.

Erfreuliche Entwicklungen zeigen sich auch beim Energieverbrauch: Intelligente Sensoren und Zähler überwachen die Verbräuche in IMMO-Gebäuden kontinuierlich – und ermöglichen Betriebsoptimierungen, durch die jährlich 300 Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden.

Um fossile Energieträger aus dem Portfolio zu eliminieren, wird der Heizölverbrauch schrittweise reduziert und der Bezug von Erdgas bis 2029 komplett durch Biogas ersetzt.

Mehr Effizienz und starker Ausbau von Solar und E-Mobilität

Über die letzten Jahre unverändert geblieben ist hingegen der Stromverbrauch im Portfolio (25 Kilowattstunden pro Quadratmeter), was angesichts der zunehmenden Elektrifizierung – infolge Ausstiegs aus fossilen Energieträgern – auf deutliche Zugewinne bei der Energieeffizienz schliessen lässt.

Derweil ging der Ausbau von Photovoltaik und E-Ladestationen auf den IMMO-Flächen ungemindert weiter: Die Solarstromproduktion hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt (von 3,1 auf 7,1 Gigawattstunden), während die Zahl von E-Ladestationen im gleichen Zeitraum um das Zwanzigfache auf 622 angestiegen ist.

Bestandserhalt und Umnutzungen gegen indirekte Emissionen

Anspruchsvoll bleibt die Reduktion der indirekten Treibhausgasemissionen, die beim Bauen entstehen. Weiterhin – und mehr denn je – gilt es deshalb, den Substanzerhalt zu priorisieren. Mit Instandsetzungen, Umnutzungen und Erweiterungen im Bestand lassen sich gegenüber Neubauten massiv Emissionen einsparen.

Die IMMO prüft konsequent Alternativen zum Neubau, um den städtischen Raumbedarf zu decken – und ergreift sich bietende Möglichkeiten: Davon zeugen kreative Raumlösungen in den letzten Jahren wie etwa der Umbau des SRF-Radiostudios Brunnenhof in Zürich-Unterstrass zur Sekundarschule – mit rund 70 Prozent geringerem Treibhausgasausstoss.

Weitere Beispiele betreffen die Umnutzung von Büroflächen (Sekundarschule Campus Glattal), von Kirchengebäuden (Schulraum in Wipkingen und Altstetten) oder den geplanten Einbau einer Schulschwimmanlage im ehemaligen Kesselhaus an der Limmat.

Effiziente Flächennutzung senkt Emissionen und Kosten

Befördert werden Einsparungen von Emissionen und Kosten aber auch durch Effizienz in der Flächennutzung. Dazu sind in den vergangenen Jahren zunehmend verbindliche Standards geschaffen worden.

So gelten seit 2025 etwa auch für die städtischen Gesundheitszentren für das Alter Flächen- und Kostenzielwerte, wie sie bei der Planung von Schulbauten schon länger im Einsatz sind.

Das jüngst aktualisierte Bürokonzept «worksmart@zürich» wiederum ermöglicht es, den Flächenbedarf in Verwaltungsbauten selbst bei Stellenwachstum im Bestand zu decken.

Anpassung an zunehmende Hitzebelastung

Nicht zuletzt passt die IMMO ihre Gebäude und Anlagen an die zunehmende Sommerhitze an. Im Berichtszeitraum sind wichtige Grundlagen geschaffen worden, um in den kommenden Jahren Massnahmen zur Kühlung von Innenräumen und zur Hitzeminderung im Aussenraum in grossem Stil auszuweiten.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt die Dimension: Seit 2023 wurden über 8400 Quadratmeter Fläche entsiegelt, rund 1000 Quadratmeter verschattet und knapp 200 Bäume gepflanzt. Jüngst sind Rahmenverträge ausgeschrieben worden, um diese Werte bis 2035 deutlich zu erhöhen – auf rund 90'000 Quadratmeter entsiegelte Flächen, 15'000 Quadratmeter Verschattung und über 3000 zusätzliche Stadtbäume.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 erscheint als digitale Publikation und ist online verfügbar.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Flughafen Zürich
131 Interaktionen
«Abzocke!»
x
1'323 Interaktionen
Vor Gericht

MEHR AUS STADT ZüRICH

3 Interaktionen
«Dramatisch»
ZSC Lions
14 Interaktionen
Nach Playoff-Aus
FC Zürich
5 Interaktionen
Nach Ausschreitungen
4 Interaktionen
Zürich