Zürich: Wasserverbrauch steigt – Leitungen müssen erneuert werden
Das neue Generelle Wasserversorgungsprojekt der Stadt Zürich ZH zeigt: Die Kapazitäten reichen bis 2040 – doch die Infrastruktur muss erneuert werden.

Das neue Generelle Wasserversorgungsprojekt zeigt: Die Produktionskapazitäten der Wasserversorgung Zürich sind für die Zukunft gerüstet. Damit die Versorgung bei wachsender Bevölkerung, zunehmenden Verbrauchsspitzen und klimatischen Veränderungen sicher bleibt, muss die bestehende Infrastruktur gezielt erneuert werden.
Das Generelle Wasserversorgungsprojekt (GWP 2025) legt die strategische Entwicklung der Wasserversorgung bis 2040 fest und gibt einen Ausblick bis 2070. Es dient als Grundlage für die künftige Investitionsplanung.
Die Analyse bestätigt: Die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser sowohl im Normalbetrieb als auch in betrieblichen Sondersituationen ist sichergestellt – dies trotz einem zu erwartenden Anstieg des Wasserverbrauchs. Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe: «Zürich verfügt über ausreichende Produktionskapazitäten. Entscheidend ist nun, Werke, Reservoire und Leitungen rechtzeitig zu erneuern und das regionale Versorgungssystem weiter zu stärken. Damit sichern wir die Trinkwasserversorgung auch bei Hitzewellen, Trockenperioden oder technischen Ausfällen.»
Wasserverbrauch steigt wieder moderat an
Nach Jahren mit sinkendem oder stagnierendem Wasserverbrauch erwartet die Wasserversorgung Zürich wieder einen moderaten Anstieg. Gründe dafür sind insbesondere das Bevölkerungswachstum und die weitere Verdichtung in der Stadt und der Region.
Für die Stadt Zürich und ihre Vertragspartner wird bis 2040 ein mittlerer Tagesverbrauch von rund 190 000 Kubikmetern und ein maximaler Tagesverbrauch von rund 300 000 Kubikmetern prognostiziert. Besonders die Verbrauchsspitzen dürften zunehmen.
Investitionsbedarf nimmt deutlich zu
Die kontinuierliche Erneuerung der kapitalintensiven Infrastruktur bleibt eine zentrale Aufgabe. Das GWP definiert ein langfristiges Portfolio von Erneuerungs- und Optimierungsmassnahmen. Mit den vorgesehenen Massnahmen wird der finanzielle Aufwand in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen.
Das GWP ermöglicht es, die einzelnen Vorhaben langfristig zu koordinieren, zu priorisieren und auf die räumliche Entwicklung abzustimmen.
Zürichsee bleibt zentrale Wasserressource
Der Zürichsee bleibt die wichtigste Rohwasserressource für die Stadt und die Region. Die Risikoanalyse kommt zum Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Ausfalls des Zürichsees als Trinkwasserressource äusserst gering ist.
Kompetenzzentrum für die regionale Versorgung
Die Wasserversorgung Zürich übernimmt eine zentrale Funktion im kantonalen Trinkwasserverbund. Die enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung mit den 67 Partnergemeinden erhöht die Widerstandsfähigkeit der gesamten regionalen Wasserversorgung – sowohl im Alltag als auch in Not- und Mangellagen.








