Den Grünräumen kommt in Zürich eine wachsende Bedeutung zu. Über das Stadtgebiet erfolgen Aufwertungen von bestehenden und Planungen für neue Grünanlagen.
Zürich Zwischennutzung Manegg-Hallen
Die Stadt Zürich. - Keystone

Im Jahr 2021 konnte Grün Stadt Zürich wichtige Projekte zur Entwicklung der Grün- und Freiräume der Stadt Zürich abschliessen.

Mit dem Quartierpark Rosengarten in Wipkingen erhält die Stadtbevölkerung auch 2021 eine neue Parkanlage, der Biketrail Allmend ermöglicht den Einstieg in den Mountainbike-Sport, und die Grünräume bei der Fischerstube sowie der Park «im Einfang» in Zürich-Affoltern wurden ökologisch aufgewertet.

Zudem wurden über fünf Millionen Franken für die Förderprogramme «Mehr als Grün» und drei Millionen Franken für die Förderung von Vertikalbegrünung beim Gemeinderat beantragt. Damit sollen auch für Private Anreize geschaffen werden, um die Stadtnatur und das Stadtklima zu verbessern.

Die Klimamasnahmen fliessen in alle anderen Projekte mit ein

«Klimamassnahmen gehören zu den wichtigsten Themen von Grün Stadt Zürich», hielt Stadtrat Richard Wolff fest. Auf dem Turbinenplatz wird im Sommer 2022 eine künstlich erzeugte Nebelwolke als neue Massnahme zur Hitzeminderung getestet.

In Höngg entsteht 2022 der neue Park am Wasser. Die Sportanlage Heerenschürli in Zürich-Stettbach wird umgebaut und erweitert und der Quartierhof in Höngg saniert. In Zürich-Nord sind der Quartierpark Guggach, der Überlandpark sowie der Quartierpark Areal Thurgauerstrasse in Arbeit.

Es wurde grosse Schäden im Wald und an den Bäumen festgestellt

Während die Schneelast im Januar dem Wald und den Bäumen im ganzen Siedlungsgebiet grosse Schäden zugefügt hat, traf der Sturm «Bernd» in der Nacht vom 13. Juli 2021 vor allem die Gebiete Zürich-West und Zürich-Nord.

Im Stadtwald fiel dabei mit rund 14 000 m3 etwa gleich viel Holz dem Sturm zum Opfer, wie sonst in einem ganzen Jahr dem gesamten Stadtwald im Rahmen der Dauerwaldbewirtschaftung entnommen wird.

Bei den Strassen- und Parkbäumen auf öffentlichem Grund wurden durch die Wetterereignisse mehr als 19 000 Bäume so stark beschädigt, dass baumpflegerische Massnahmen nötig sind. Über 2000 Bäume sind umgestürzt oder so stark beeinträchtigt, dass sie unmittelbar notgefällt werden mussten oder noch bis zum Frühjahr 2022 gefällt werden.

Es sollen über 2000 Ersatzpflanzungen bis 2025 stattfinden

Im Wald werden junge Bäume die entstandenen Lücken in den Waldflächen durch natürlichen Aufwuchs über die Jahre wieder schliessen. Die Sicherungs- und Aufräumarbeiten in den Waldrevieren Nord und Uetliberg dauern jedoch noch bis Ende Winterhalbjahr 2021und 2022 an. Der Sturm verursachte im Wald Kosten von rund 1,5 Millionen Franken.

Im Siedlungsgebiet müssen umgestürzte und stark geschädigte Bäume einzeln ersetzt werden. Diese Arbeiten sind personell und finanziell aufwändig. Alleine die rund 2000 Nachpflanzungen für die wegen Schnees und Sturms verlorenen Bäume werden bis etwa 2025 andauern, die Kosten für interne und externe Aufwendungen werden auf über acht Millionen Franken geschätzt.

«2021 war sowohl für den Baumbestand von Zürich, als auch für den Stadtwald ein harter Schlag. Das Aufräumen und Nachpflanzen wird eine Herkulesaufgabe», hält Christine Bräm, Direktorin Grün Stadt Zürich, mit Bedauern fest, «wo es zeitlich, finanziell und technisch möglich ist, wollen wir wenigstens die Chance nutzen, die Baumgruben in den Strassen zu verbessern, um damit den Jungbäumen bessere Wachstumsbedingungen mitzugeben».

Die gesamten Liste zum Baumersatz wird am 1. Dezember 2021, geordnet nach Stadtquartieren unter stadt-zuerich.ch/stadtbaum aufgeschaltet.

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