Zürich: Lebenserwartung der Rentnerinnen und Rentner steigt weiter
Die Pensionskasse der Stadt Zürich hat neue versicherungstechnische Grundlagen publiziert. 65-jährige Männer leben noch 22.1 Jahre, Frauen 24.3 Jahre.

Die Pensionskasse der Stadt Zürich (PKZH) veröffentlicht die neuen versicherungstechnischen Grundlagen VZ 2025. Die aktuellen Auswertungen zeigen eine weiter sinkende Sterblichkeit bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern sowie rückläufige Invaliditätswahrscheinlichkeiten. Die Datengrundlage wurde gegenüber den VZ 2020 nochmals deutlich erweitert.
Breitere Datengrundlage
Die VZ 2025 basieren auf Beobachtungen der Jahre 2021 bis 2025.
Insgesamt beteiligten sich 31 Pensionskassen aus Bund, Kantonen und Gemeinden an der Datenerhebung – gegenüber 29 bei den VZ 2020. Die beobachteten Bestände unter einjährigem Risiko beliefen sich auf rund 3.5 Millionen Personen. Damit konnte die Datenbasis gegenüber den VZ 2020 um mehr als einen Drittel erweitert werden.
Die PKZH veröffentlicht seit 1950 technische Grundlagen für Pensionsversicherungen. Seit den VZ 2005 fliessen neben den eigenen Daten auch die Beobachtungen weiterer Pensionskassen öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber ein. Diese bewusste Auswahl dient der Kontinuität und dem Ziel, vorsichtige versicherungstechnische Grundlagen bereitzustellen.
Sterblichkeit entwickelt sich weiter rückläufig
Die Auswertungen der VZ 2025 zeigen, dass die Sterbewahrscheinlichkeiten sowohl bei den Altersrentnern als auch bei den Altersrentnerinnen gegenüber den VZ 2020 weiter abgenommen haben – ungefähr im erwarteten Umfang. Bei Witwen hat sich die Sterblichkeit dagegen leicht erhöht. Die Lebenserwartung der 65-jährigen Männer stieg im Verlaufe der letzten fünf Jahre um knapp 0.5 Jahre auf 22.1 Jahre und bei den 65-jährigen Frauen um gut 0.5 Jahre auf 24.3 Jahre.
Für die Modellierung der zukünftigen Entwicklung der Sterblichkeit (Generationentafeln) verwendet die PKZH weiterhin das bewährte Nolfi-Modell. Dieses ist relativ einfach und trägt den Unterschieden zwischen der Entwicklung in der Gesamtbevölkerung und den Rentnerbeständen bei Pensionskassen Rechnung. Aufgrund der Beobachtungen der Sterblichkeit der vergangenen zehn Jahre wurden die verwendeten Halbwertszeiten mit den VZ 2025 im Vergleich zu VZ 2020 moderat angepasst.
Invaliditätswahrscheinlichkeit bei Männern erneut gesunken
Auch bei den Invaliditätsrisiken zeigt sich eine Fortsetzung der bisherigen Entwicklung. Die Wahrscheinlichkeit, invalid zu werden, ist bei Männern gegenüber den VZ 2020 erneut gesunken. Bei Frauen wurde nur eine leichte Abnahme beobachtet.
Moderne Anwendung
Zusammen mit den VZ 2025 steht eine überarbeitete Software zur Verfügung. Damit können unter anderem Perioden- und Generationentafeln erstellt, Barwerte und Umwandlungssätze berechnet sowie unterschiedliche technische Zinssätze oder eine Zinskurve berücksichtigt werden.
Die VZ 2025 setzen damit die seit 1950 bestehende Publikationsreihe der PKZH fort und stellen den Pensionskassen eine aktuelle und breit abgestützte Grundlage für versicherungstechnische Berechnungen zur Verfügung.











