Zürich geht gegen Inschriften mit rassistischer Wirkung vor

    Stadt Zürich
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    Zwei städtische Liegenschaften tragen Inschriften mit rassistischer Wirkung. Infotafeln informieren nun über den Grund, wieso die Inschriften abgedeckt werden.

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    Blick auf die Stadt Zürich. - keystone

    Zwei städtische Liegenschaften in der Altstadt – am Neumarkt 13 und an der Niederdorfstrasse 29 – tragen Inschriften mit dem Wort «Mohr» (im Folgenden: «M-Wort»). Das Wort hat eine rassistische Wirkung. Im April 2021 hat der Stadtrat entschieden, dass er die beiden Inschriften entfernen will.

    Infotafeln erklären Abdeckung und führen zu Kontextualisierung

    Nach Prüfung verschiedener Varianten plant die Stadt, die beiden Inschriften abdecken zu lassen. So sind die diskriminierenden Zeichen nicht mehr sichtbar, die historische Substanz bleibt aber erhalten.

    Um eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen und den Grund für die anstehende Abdeckung zu erklären, hat die Stadt vor Ort Infotafeln angebracht. Ein QR-Code führt auf eine Webseite mit weiterführenden Informationen.

    Die beiden Liegenschaften liegen in der Kernzone Altstadt und befinden sich im kommunalen Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte. Deshalb ist die Abdeckung baubewilligungspflichtig. Das Baugesuch wird am kommenden Mittwoch, 1. Dezember 2021, veröffentlicht.

    Diskussion über Rassismus und das koloniale Erbe Zürichs weiterführen

    Der Stadtrat stützte seinen Entscheid auf die heutige, diskriminierende Wirkung des MWorts. Um aber die Geschichte der Inschriften genauer zu beleuchten, vergibt die Stadt einen Forschungsauftrag.

    Der Bericht soll Antworten darauf liefern, wann und wie die Häuser zu ihren Namen und Inschriften gekommen sind und wie sich die Bedeutung des M-Worts über die Zeit gewandelt hat.

    Auch über die Zeichen im öffentlichen Raum hinaus befasst sich die Stadt Zürich verstärkt mit ihrer kolonialen Vergangenheit und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart. Sie bietet Hand für eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Aspekt der Stadtgeschichte, der in der breiten Öffentlichkeit bisher eher wenig Beachtung fand.

    Dazu sind verschiedene Massnahmen geplant, zum Beispiel eine Ausstellung im Stadthaus.

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