Zürich: Bestnote AAA bleibt – Ausblick neu «negativ»
Die Stadt Zürich behält bei S&P Global Ratings die Bestnote AAA. Wegen hoher Investitionen und steigender Verschuldung ist der Ausblick aber neu «negativ».

Die Rating-Agentur S&P Global Ratings hat die Kreditwürdigkeit der Stadt Zürich geprüft. Das Langfrist-Rating bleibt bei AAA und das Kurzfrist-Rating bei A-1+. Der Ausblick wurde von «stabil» zu «negativ» geändert.
Seit 2019 wird die Stadt Zürich durch S&P Global Ratings bewertet. 2023 hat S&P Global das Langfrist-Rating auf AAA gehoben und die Bestnote 2024 und 2025 bestätigt. Nun wurde das Rating wieder bestätigt, aber der Ausblick geändert.
Das Kurzfrist-Rating A-1+ (höchste Stufe) bleibt unverändert.
Hohe Investitionen, steigende Verschuldung
Die Stadt Zürich plant in den nächsten Jahren sehr hohe Investitionen bei gleichzeitig steigenden Defiziten. Die erwarteten tieferen Cashflows reichen nicht aus, um die hohen Investitionen umzusetzen. Deshalb rechnet die Stadt mit einer steigenden Verschuldung. Dies floss auch in die Bewertung durch S&P Global ein.
Als positiv bewertet S&P Global die Massnahmen des Stadtrats zur Priorisierung bei den Investitionen und Ausgaben. Eine deutliche Eingrenzung des Schuldenwachstums dürfte sich positiv auf den Ausblick auswirken.
S&P Global anerkennt die hohen internationalen Rankings der Stadt, begründet auf der Wettbewerbsfähigkeit und der Lebensqualität. Die Rating-Agentur prüft eine Abstufung, sollte der Stadt die Stabilisierung nicht gelingen.
«Die Perspektive von S&P Global deckt sich mit der Einschätzung des Stadtrats», sagt Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements. «Mit dem Zielwert von 1,5 Milliarden Franken Investitionen pro Jahr stellt der Stadtrat sicher, dass wir weiterhin in die Lebensqualität der Zürcherinnen und Zürcher investieren können, ohne dass die Verschuldung zu stark steigt», so Daniel Leupi. «Der Stadtrat will sich seinen finanziellen Handlungsspielraum bewahren. Damit die Stadt auch künftig verantwortungsvoll Investitionen tätigen kann, braucht es stabile öffentliche Finanzen. Deshalb wird der Stadtrat bei den Investitionen und den Ausgaben weiterhin Prioritäten setzen.»








