Grüne und SP hatten in einer Motion verlangt, dass in Zürich eine durchgehende Velobrücke entlang des Dammstegs und des Dammwegs gebaut wird. Bis Mitte Dezember hätte der Stadtrat eine entsprechende Kreditvorlage erarbeiten sollen - doch er braucht mehr Zeit.
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Velofahrer im Strassenverkehr. (Symbolbild) - Keystone

Die Verbindung der Kreise 5 und 10 über die Limmat hinweg sei eine gute Idee, hielt Stadtrat Richard Wolff (AL) an der Gemeinderatssitzung vom Mittwochabend fest. Der Stadtrat wolle sie umsetzen, das Projekt liege nicht einfach herum.

Aber die neue Velobrücke soll an heiklen Orten zu liegen kommen: Sie verläuft gemäss den Plänen sowohl an denkmalpflegerisch geschützten Anlagen als auch an inventarisierten Grün- und Gewässerräumen vorbei. Der Stadtrat zählt in seiner Weisung Dammsteg, Lettenviadukt und Swissmill sowie Bahnböschungen, Gleisdreieck und Limmat auf.

Deshalb will das Tiefbauamt eine Studie in Auftrag geben. Dank dieser soll eine «qualitativ hochstehende, verkehrsplanerisch, städtebaulich, denkmalpflegerisch und in Bezug auf die Grünräume und den Gewässerraum überzeugende Lösung» entwickelt werden.

Der Studienauftrag wird derzeit vorbereitet; er soll 2022 gestartet und Mitte 2023 abgeschlossen sein. Der Stadtrat hat deshalb darum ersucht, die Frist zur Erfüllung der hängigen Motion vorerst um ein Jahr bis Dezember 2022 zu verlängern.

Der Gemeinderat gestand ihm diese zusätzliche Zeit am Mittwochabend diskussionslos und ohne Gegenstimmen zu.

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