Die Stadt Zürich hat verschiedene Massnahmen getroffen, um die Kulturlandschaft zu unterstützen und die kulturelle Vielfalt zu sichern.
Museum (Symbolbild)
Museum (Symbolbild) - Unsplash

Die Stadt Zürich unterstützt die Kulturschaffenden und die Kulturinstitutionen in der gegenwärtigen Coronavirus-Krise auf verschiedensten Ebenen.

Ausfallentschädigung: Stadt finanziert zusammen mit Bund und Kanton

Der Stadtrat hat beschlossen, an die Ausfallentschädigungen von Bund und Kanton bis zu 10 Millionen Franken beizusteuern. Der Verteilschlüssel für die Entschädigungen sieht vor, dass 50 Prozent vom Bund bezahlt werden, 25 Prozent vom Kanton und 25 Prozent von der Stadt.

Für die drei grossen Institutionen Schauspielhaus, Kunsthaus und Tonhalle-Orchester Zürich übernimmt die Stadt 50 Prozent. Dieser Schlüssel wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich ausgearbeitet.

Subventionen: Weiterausrichtung trotz Einschränkungen

Ende April hatte der Stadtrat beschlossen, die Subventionen an die Kulturinstitutionen weiter zu entrichten, auch wenn aufgrund der Einschränkungen kulturelle Leistungen nur vermindert wahrgenommen werden konnten oder können. Für die Weiterausrichtung der Subventionen müssen die Kulturinstitutionen Grundsätze einhalten.

Förderung: Weiterhin Auszahlung von Beiträgen, Anpassung von Richtlinien

Bereits am 27. März 2020 hatte die Kulturabteilung bekannt gegeben, dass im Budget 2020 bewilligte und bereits gesprochene Beiträge an Kulturschaffende ausbezahlt werden, auch wenn die Veranstaltungen aufgrund der Coronavirus-Einschränkungen nicht oder nur teilweise stattgefunden haben oder stattfinden werden. Zudem läuft die Förderung für das zweite Halbjahr 2020 unvermindert weiter.

Neben den von der Stadt Zürich getroffenen Entscheiden stehen den Kulturschaffenden die weiteren Unterstützungsmassnahmen zur Verfügung wie Erwerbsausfallentschädigung, der Nothilfe-Fonds von Suisseculture sociale, Ausfallentschädigungen beim Kanton sowie die Möglichkeit, Darlehen zu beantragen. Alle diese Massnahmen geben den Institutionen und Kulturschaffenden Sicherheit in dieser unsicheren Zeit.

Sie finden die gebündelten Informationen unter www.stadt-zuerich.ch/coronavirus-kultur. Die Kulturabteilung der Stadt Zürich unterstützt die Kulturschaffenden noch mit weiteren Aktionen.

So sind beispielsweise die Förderrichtlinien in den Musik-Bereichen geändert worden: Gesuchstellende, die Konzerte oder Events mittels geeigneter Medien und Technik online anbieten (z. B. Streaming) oder neue Online-Formate entwickeln, sind zur Eingabe berechtigt.

Auftrittsplattform für Zürcher Musikerinnen und Musiker

Auf Initiative von Stadt Zürich Kultur wurde in Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Moods das Projekt #ZüriStream entwickelt: Dank der Streamingmöglichkeiten, die im Club bereits vorhanden sind, kann mit relativ geringem Aufwand ein Konzert professionell präsentiert werden.

Über die nächsten Wochen wird immer donnerstags und sonntags ein Konzert eines Stadtzürcher Acts live auf der Webseite Moods.digital gratis gezeigt. Die Auswahl der Musikerinnen und Musiker trifft der Jazzclub Moods – in Zusammenarbeit mit dem Ressort Jazz, Rock, Pop der Kulturabteilung Stadt Zürich.

Die Gagen der Musikerinnen und Musiker werden von der Abteilung Kultur der Stadt Zürich übernommen, der Jazzclub Moods übernimmt die Kosten der Übertragung.

Sommeraktivitäten finden anders statt

Das Zürcher Theater-Spektakel wird dieses Jahr nicht in der gewohnten Form stattfinden. Das Festivalteam erarbeitet alternative Formen, damit die Bevölkerung der Stadt Zürich in den Genuss eines Festivals kommt und Künstlerinnen und Künstlern und ihrer Kunst begegnen kann.

Die Details zum alternativen Festival werden vom Theater Spektakel zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Die beliebten Serenaden im Park der Villa Schönberg werden unter Einhaltung der Schutzmassnahmen stattfinden.

Die Kulturabteilung wird rechtzeitig über die Modalitäten der Austragung orientieren. Der Stadtsommer, die Open-Air-Konzertreihe der Stadt Zürich mit aktueller Musik, wird 2020 nicht stattfinden.

Die Ausstellung zu den Kunststipendien der Stadt Zürich im Helmhaus findet statt. Es gibt allerdings diverse Anpassungen.

Unter anderem wird die gewohnte Vernissage wegfallen. Für den Besuch des Helmhauses gelten die Bestimmungen des Schutzkonzepts. Zudem ergeben sich Veränderungen bei den Vermittlungsaktivitäten. Hier wird vermehrt auf digitale Formate gesetzt werden. Die Details werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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