Stefan Thöni, Präsident der Partei für Rationale Politik, Allgemeine Menschenrechte und Teilhabe (Parat), hat zum zweiten Mal nach 2018 die Wahl ins Zuger Verwaltungsgericht verpasst. Er musste sich am Sonntag Diana Oswald (FDP) geschlagen geben.
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Das Wappen des Kanton Zug über den Sitzen der Ständeräte im Nationalratssaal im Bundeshaus in Bern. (Symbolbild) - Keystone

Oswald ersetzt damit die zurückgetretene Gisela Bedognetti-Roth. Sie erhielt 31'134 Stimmen, Herausforderer Thöni kam auf 7665 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 52,6 Prozent, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Die 34-jährige Oswald ist seit 2017 als Gerichtsschreiberin in der Sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts in Luzern tätig. Sie amtet seit 2019 als Ersatzrichterin am Verwaltungsgericht. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Hünenberg See.

Der 1985 geborene Thöni war seit 2014 verschiedentlich bei Wahlen im Kanton Zug in Erscheinung getreten. Bei der Kandidatur als Verwaltungsrichter 2018 hatte er knapp 30 Prozent der Stimmen geholt.

Auch dieses Mal begründete er seine Kandidatur damit, der Vergabe der Richterposten «nach Parteibuch» entgegentreten zu wollen. Er kritisierte, dass die Richterinnen und Richter im siebenköpfigen Gremium nicht von denselben Parteien abhängig sein sollten, denen Regierungs- und Kantonsräte angehören.

Das Verwaltungsgericht wirkt als oberste kantonale Gerichtsbehörde vorwiegend als Beschwerdeinstanz gegenüber dem Regierungsrat und der Verwaltung. Es besteht aus sieben Mitgliedern und sechs Ersatzmitgliedern, die vom Volk für eine Amtsdauer von sechs Jahren gewählt werden.

Thöni ist Informatikingenieur und Jurist. Er setzt sich seit langem für mehr Transparenz im Kanton Zug ein. Unter anderem erreichte er, dass Verwaltungsgerichtsurteile seit 2020 online publiziert werden.

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