Im Kanton Zug stösst das Contact-Tracing wegen der enormen Zunahme von Neuansteckungen mit dem Coronavirus an seine Grenzen. Neu werden positiv getestete Personen zuerst per SMS kontaktiert und in die Isolation geschickt.
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Ein Contact-Tracing-Team im Kampf gegen das Coronavirus. (Symbolbild) - Keystone

So könne man sicherstellen, dass alle angesteckten Personen innert spätestens 24 Stunden kontaktiert werden und wissen, wie sie sich verhalten müssen, teilte die Zuger Gesundheitsdirektion am Donnerstag mit. Eine telefonische Kontaktaufnahme folge in den ersten Tagen der Isolation.

Die angesteckten Zugerinnen und Zuger werden gebeten, ihre engen Kontaktpersonen zusammenzustellen und dem Contact-Tracing zu melden sowie selbst zu informieren, so dass diese sich umgehend in Quarantäne begeben können. Die Contact-Tracer werden weiterhin auch die Kontaktpersonen informieren, es könne dabei aber zu Verzögerungen kommen.

Alleine am Mittwoch wurden im Kanton Zug über 400 Neuansteckungen gemeldet. Laut Kantonsarzt Rudolf Hauri ist es kaum mehr möglich, die Ansteckungsketten zu unterbrechen. Das Virus sei in der ganzen Bevölkerung stark verbreitet, es sei von vielen nicht-entdeckten Fällen auszugehen. Daher werde die Corona-Auskunftsstelle ausgebaut.

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