Gemeinsam mit den Anwohnenden möchte der Stadtrat die obere Mühlemattstrasse neu gestalten.
Projekt
Mit dieser Installation werden die Anwohnenden auf das Projekt aufmerksam gemacht. - Bild: zvg

Die Obere Mühlemattstrasse mitsamt Werkleitungen hat Sanierungsbedarf. Die Strasse einfach aufzureissen und wieder in der ursprünglichen Breite als reine Verkehrsfläche instandzustellen, wäre eine verpasste Chance. Schliesslich bietet die Quartierstrasse ohne Erschliessungsfunktion mit einer Länge von 350 m und einer Breite von 11.5 m viel Platz für Gestaltungsmöglichkeiten. Diese werden von den Anwohnenden in einem für Zofingen erstmaligen Projekt massgeblich mitbestimmt.

Der Stadtrat möchte gemeinsam mit den Anwohnenden und den Liegenschaftsvermieterinnen und -vermietern ein Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) für die Obere Mühlemattstrasse in einem partizipativen Prozess erarbeiten. Das Projekt läuft unter dem Slogan «Mer gstaute öisi Stross».

Aktuell läuft eine Online-Umfrage, um die Bedürfnisse und Anliegen der Quartierbevölkerung sowie der Liegenschaftsvermieterinnen und -vermieter abzuholen. Als nächstes werden Gestaltungsideen gesammelt und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert. Dazu sind verschiedene Treffen mit interessierten Anwohnenden, Vermieterinnen und Vermietern vorgesehen. Auch auf den Einbezug von Kindern und fremdsprachigen Anwohnenden wird Wert gelegt. Die Ergebnisse werden schliesslich in einem Betriebs- und Gestaltungskonzept umgesetzt.

In finanzieller und gesetzlicher Hinsicht ist der Projektrahmen gesetzt. Im Übrigen soll die Gestaltung der Strasse nach den Bedürfnissen des Quartiers erfolgen. Für verschiedene Themen wie Begegnung, Begrünung oder Wildparkieren sollen austarierte Lösungen aufgezeigt werden. Es ist denkbar, die Strasse im IST-Zustand zu belassen oder in einen mehrfach nutzbaren, grünen öffentlichen Stadtraum zu verwandeln.

Die Initiierung des Projekts wird vom Verein AareLand mit einem Betrag von CHF 11'600 unterstützt. Zudem läuft ein Aufnahmegesuch für das Agglomerationsprogramm der 4. Generation. Bei einem positiven Entscheid ist eine Kostenbeteiligung durch den Bund (bis zu 40 %) möglich.