Tägerig: Für die Gärtnerei beginnt jetzt eine strenge Zeit
Die Gärtnerei Strebel + Co. in Tägerig musste aufgrund der Corona-Krise 4'000 Pflanzen verschenken. Nun freut sich das Team, bald wieder loslegen zu können.

Christian Strebel führt zusammen mit seiner Schwester die Gärtnerei Strebel + Co. in Tägerig in der dritten Generation. Auch am Familienbetrieb ging das Coronavirus nicht spurlos vorbei. Vor einer Woche heiss es in einem Facebook-Post noch, dass die Gärtnerei bald zum zweiten Mal 4'000 Stück Indoor Veilchen wegwerfen müsse.

Mittlerweile hat sich die Situation laut Christian Strebel etwas gebessert und die Aussichten sind besser: «Ich habe am Freitag mit unserem grössten Kunden Migros das weitere Vorgehen besprochen. Wir werden ab Donnerstag die ersten Bestellungen erhalten. Jetzt sieht die Situation etwas anders aus und ich denke, wir können die St. Paulia noch verkaufen.»

Die Gärtnerei hat die Corona-Situation nicht sehr hart getroffen, da es nun doch schneller losgeht als erwartet. «Es war hart, weil wir einmal recht viele Pflanzen weggeschmeissen mussten; beziehungsweise wir haben 4'000 Stück an die Arbeiter der Genossenschaft Migros in Luzern verschenkt», sagt Strebel. «Wir waren acht Arbeiter, die fünf Stunden gebraucht haben, um die Pflanzen zu rüsten und zu verpacken. Es steckte also viel Arbeit dahinter.»

Das Gärtnereiteam hat zudem in der ersten Woche der Corona-Krise entschieden, einen Webshop zu starten. «Es war schön zu merken, wie viele Leute uns da unterstützt haben. Mittlerweile läuft nicht mehr viel im Shop. Aber das ist normal, nach Ostern gibt es immer eine Beruhigung, da alle etwas Blühendes zu Hause haben.»
Christian Strebel denkt, dass jetzt aber eine sehr strenge Zeit kommen wird, da alle Blumengeschäfte jetzt ihre Läden neu bestücken werden. «Wir freuen uns aber, nach dieser langen Pause wieder richtig arbeiten zu dürfen.






