Kadetten Schaffhausen

    Winterthur: Kadetten überrennen Pfadi Winterthur im Schlussspurt

    Die Kadetten Schaffhausen gewinnen das Derby gegen Pfadi Winterthur mit 35:28. Vor 811 Zuschauern drehten sie die Partie in der Schlussviertelstunde.

    Winterthur
    Handballspieler verwendet Wachs (Symbolbild) - Schweizerischer Handball-Verband

    Das Derby zwischen den Kadetten Schaffhausen und Pfadi Winterthur bot viel Spektakel. Dank einer fulminanten Schlussviertelstunde gingen die Kadetten als deutliche Sieger von der Platte. Sie gewannen die Partie nach der 17:14 Pausenführung schlussendlich deutlich mit 35:28 und durften sich von den 811 Zuschauerinnen und Zuschauern zurecht feiern lassen.

    «Wir sind eine richtig geile Mannschaft», resümierte Keeper Leon Bergmann kurz nach Spielschluss. Er wies mit 11 Paraden nach 60 Spielminuten die hervorragende Abwehrquote von 46% gehaltener Bälle auf. Mit seinen teils spektakulären Saves lancierte er seine Mitspieler zu Gegenstössen und heizte auch dem orangen Publikum so richtig ein.

    Wie wichtig das Publikum ist, erklärte Bergmann gleich selbst: «Ich hoffe, die Fans sehen auch, was für eine tolle Mannschaft wir sind und kommen in die Halle und werden Teil von dem, was wir hier geben. Mit den orangen Fans macht es noch mehr Spass!» Und es hat viel Spass gemacht, dem Team von Trainer Jonas Wille zuzuschauen. Von Beginn weg zeigten die Kadetten eine sehr starke Abwehrleistung.

    Pfadi Winterthur spielte ab der ersten Minute mit dem siebten Feldspieler. Die Kadetten agierten aber sehr beweglich und konnten durch Ballgewinne einige einfache Tore erzielen. Im Angriff zeigten sich die Orangen gegenüber dem letzten Spiel stark verbessert.

    Jetzt war wieder Tempo im Spiel mit viel Zug auf das gegnerische Tor. Wie wichtig es ist, die Fehlerquote niedrig zu halten zeigte sich in der ersten Viertelstunde. Jede Unsicherheit, jeder Fehler nutzen die Spieler von Pfadi Winterthur konsequent aus und konnten so mit zwei Treffern in Führung gehen.

    Dank einer Konzentrationssteigerung übernahmen die Kadetten wieder die Führung und könnten mit 17:14 in die Pause gehen.

    Die Kadetten starteten gut in die zweite Halbzeit. Leider zogen sie zwischen der 36. Und 42. Spielminute eine Schwächephase ein, in der ihnen kein einziger Treffer gelang. Pfadi nutzte diese Phase und eroberte sich die Führung zurück.

    Jonas Wille fand beim Stand von 21:21 die richtigen Worte im Timeout. Mit einem bärenstarken Leon Bergmann zwischen den Pfosten gelang es den Kadetten innert sechs Spielminuten den Rückstand in einen Vorsprung von vier Toren umzumünzen. In der Schlussviertelstunde zeigten sie ein wahres Feuerwerk und liessen nie mehr einen Zweifel aufkommen, wer als Sieger von der Platte gehen würde.

    Die Kadetten zeigten eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Mit Milan Lutz hatten sie zudem einen Joker in ihren Reihen. Was der junge Linkshänder aufs Parkett zauberte, begeistere die ganze Halle.

    Er meinte bescheiden dazu: «Ich glaube, dass wir es in der zweiten Halbzeit ab der Hälfte besser gemacht haben. Die Saves von Leon helfen uns, dass wir wieder zurück ins Spiel kommen.»

    Mit diesem Sieg konnten sich die Kadetten sicherlich auch den Frust des verlorenen Auswärtsspiel in Kriens von der Seele spielen. Für die Kadetten geht es zunächst am Samstag auswärts gegen St. Otmar St. Gallen weiter, bevor der erste Auftritt auf internationaler Bühne ansteht. Am 30. September ist CSM Bucuresti im ersten Spiel der EHF European League zu Gast in der BBC Arena.

    Um 18.45 Uhr ist Anpfiff, mit hoffentlich vielen orangen Fans.

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