Dichter bauen: Drei Hochhäuser für Grüze Süd denkbar

Das Winterthurer Areal Grüze Süd hat grosses Potenzial. Ein neuer Masterplan zeigt, wie sich das Gebiet zu einem dichten Arbeitsplatzquartier entwickeln kann.

Winterthur
Blick auf die Stadt Winterthur. - Nau.ch / Simone Imhof

Das rund dreizehn Hektaren grosse Gebiet «Grüze Süd» zwischen St.Gallerstrasse und Grüzefeldstrasse hat grosses Entwicklungspotenzial, berichtet die Stadt Winterthur. Ein Masterplan, erarbeitet unter Einbezug der privaten Eigentümerschaften, skizziert, wie die Transformation zum lebendigen, urbanen Arbeitsplatzgebiet mit Schwerpunkt auf Produktion ablaufen kann. Dabei wurden Verkehr, Stadtklima und Aufenthaltsqualität mitgedacht.

Das Gebiet «Grüze+» ist im Richtplan als eines von sechs Schwerpunktgebieten bezeichnet. Hier wächst Winterthur besonders stark. Kürzlich wurden Ergebnisse des Studienauftrags zum Stadtraum Bahnhof Grüze vorgestellt.

Der Masterplan Grüze Süd befasst sich nun mit dem rund dreizehn Hektaren grossen Arbeitsplatzgebiet zwischen St. Gallerstrasse und Grüzefeldstrasse. Der grössere Teil davon liegt in der Industriezone, ein Teil in der Zentrumszone. Das soll auch so bleiben.

Produktion, Hightech und drei Hochhäuser

Der Masterplan zeigt exemplarisch ein mögliches Zukunftsbild für ein lebendiges Arbeitsplatzquartier auf. Er bildet einen qualitätssichernden Orientierungsrahmen für den zu erwartenden Transformationsprozess. Dieser hat schon begonnen – ein erstes Projekt ist das neue Produktionsgebäude «Diamant» von Keller Druckmesstechnik.

Skizziert wurden im Masterplan einerseits die gewünschten Nutzungen. Im Vordergrund stehen produzierendes Gewerbe, technologieorientierte Unternehmen und ergänzende arbeitsplatzbezogene Nutzungen.

Bestehende Unternehmen sollen sich weiterentwickeln können, aber auch Start-ups und Unternehmen angesiedelt werden, die das Innovations- und Technologieökosystem stärken.

Auch Wohnnutzungen sind je nach Lage möglich, spielen insgesamt jedoch eine untergeordnete Rolle. Im ganzen Gebiet soll höher und dichter gebaut werden. An drei Orten sind Hochhäuser bis 60 Meter denkbar.

Nord-Süd-Achse verbindet das Quartier

Der Masterplan widmet sich auch der Verkehrserschliessung. Eine zentrale Rolle spielt die Hannes-W.-Keller-Strasse. Sie verbindet als neue Nord-Süd-Achse den Bahnhof Grüze samt der neuen Leonie-Moser-Brücke mit dem Sportareal Deutweg.

Sie ist einerseits ein wichtiges Bustrassee, andererseits eine Velo- und Fussverbindung, entlang welcher auch Erdgeschossnutzungen angesiedelt werden sollen.

Die Strassenräume sollen begrünt und, wo möglich, mit Bäumen beschattet werden – zugunsten von Aufenthaltsqualität und Stadtklima. Kleinere Plätze und Pocketparks schaffen vielseitige Freiräume in «Grüze Süd».

Ein Plan mit langfristiger Perspektive

Der Masterplan ist kein bereits fertiggestelltes Projekt, das morgen gebaut werden wird. Die Stadt Winterthur hat ihn gemeinsam mit den privaten Eigentümerschaften entwickelt und wird verschiedene Punkte mit ihnen noch weiter vertiefen und präzisieren. Er bietet aber ein tragfähiges Gerüst für die flexible und etappenweise Entwicklung und Aufwertung dieses Gebiets, die bereits begonnen hat.

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