Der Stadtrat von Wil SG hat ein Budget mit Ausgaben von 172 Millionen Franken und einem Aufwandüberschuss von 8,5 Millionen Franken vorgelegt. Der Steuerfuss bleibt vorerst unverändert. Dies könnte sich 2023 ändern.
Stadtweiher mit Blick auf die Altstadt Wil (SG).
Stadtweiher mit Blick auf die Altstadt Wil (SG). - Nau.ch / Simone Imhof

Der Stadtrat rechnet im Vergleich zum Vorjahresbudget mit leicht höheren Steuereinnahmen. Die Hochrechnungen liessen darauf schliessen, dass die staatlichen Corona-Hilfsprogramme die Schwächung der Konjunktur abgefedert hätten, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag.

Der Gesamtaufwand erhöhe sich im Vergleich zum Voranschlag 2020 um 4,6 Millionen Franken. Die zusätzlichen Ausgaben könnten kaum beeinflusst werden. Sie seien «mehrheitlich auf Lastenverschiebungen von Seiten des Kantons und auf Kantonsratsbeschlüsse zurückzuführen», heisst es in der Mitteilung.

Beispiele dafür sind höhere Schulgelder für Sonderschulen, die vollständige Übernahme von Krankenkassen-Verlustscheinen durch die Gemeinden und weiter ansteigende Pflegefinanzierungskosten.

Im Finanzplan werde mit Defiziten und einer ansteigenden Verschuldung gerechnet. Deshalb soll der Steuerfuss ab 2023 auf 123 Prozent erhöht werden. Dieser Schritt sei angesichts der anstehenden Investitionen und der Defizite in der Erfolgsrechnung «moderat und notwendig», teilte der Stadtrat mit.

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