Wil (SG)

Region Wil SG: Trockenheit spitzt sich zu – Verbote sind möglich

Gemeinde Oberbüren
Gemeinde Oberbüren

Wil,

Der Regionale Führungsstab Wil-Uze ruft zum Wassersparen auf: In der Region Wil SG werden täglich 21'000 Kubikmeter verbraucht – deutlich zu viel.

Region Wil SG
Region Wil SG: Trockenheit spitzt sich zu – Verbote sind möglich (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Die anhaltende Trockenheit und die konstant hohen Temperaturen setzen die Wasserversorgung in der Region weiter unter erheblichen Druck. Der Regionale Führungsstab Wil-Uze ruft die Bevölkerung deshalb erneut dringend dazu auf, Trinkwasser zu sparen. Denn die Situation ist angespannt: Wenn der Verbrauch nicht deutlich und nachhaltig zurückgeht, könnten Einschränkungen und Verbote folgen.

Der Trinkwasserverbrauch in der Region steigt nach einer leichten Abnahme während der Ferienzeit wieder deutlich an: Aktuell werden rund 21'000 Kubikmeter Wasser pro Tag verbraucht, in Spitzenwochen waren es sogar mehr als 26'000 Kubikmeter. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnitt liegt bei rund 15'800 Kubikmetern pro Tag.

Besonders ins Gewicht fällt der Verbrauch der Privathaushalte. Während der Wasserverbrauch von Gewerbe und Industrie vergleichsweise konstant bleibt, wird in den Haushalten wieder deutlich mehr Wasser verbraucht, insbesondere für die Rasen- und Gartenbewässerung sowie zum Füllen und Nachfüllen privater Pools und Schwimmbäder.

Versorgungsanlagen laufen teilweise rund um die Uhr

Der hohe Verbrauch bringt die technischen Anlagen der Wasserversorgungen an ihre Belastungsgrenzen. Die Versorgungssysteme sind grundsätzlich für rund das 1,8-Fache des langjährigen Durchschnitts ausgelegt. An Spitzentagen in dieser Hitzeperiode waren einzelne Anlagenteile jedoch mit dem 2,4- bis 4-Fachen des üblichen Durchschnitts gefordert.

Damit die Reservoirs möglichst ausreichend nachgefüllt werden können, laufen die Pumpen bei den aktuellen Verbrauchsmengen sieben Tage in der Woche rund um die Uhr. Dieser Dauerbetrieb erhöht den Verschleiss und das Risiko technischer Ausfälle.

Wasserressourcen werden immer knapper

Gleichzeitig gehen die natürlichen Wasserressourcen weiter zurück. Viele Quellen sind versiegt oder liefern nur noch minimale Mengen, die Grundwasserstände sinken weiter. Einzelne Grundwasserbrunnen nähern sich der unteren Fördergrenze.

Wird diese unterschritten, kann kein Wasser mehr entnommen werden, da sonst die Filterstrecken trockenfallen.

Zusätzliche Bezüge aus verbundenen Versorgungsnetzen – bis hin zu Wasser aus dem Bodensee – sind grundsätzlich möglich, in der Praxis aber begrenzt. Entscheidend sind die verfügbare Wassermenge und die limitierten Kapazitäten der Verbindungsleitungen. Zusätzliches Wasser aus anderen Netzen allein wird die Situation deshalb nicht lösen.

Der Verbrauch muss sinken.

Jetzt konsequent Wasser sparen

Der Regionale Führungsstab Wil-Uze und die Wasserversorger appellieren deshalb erneut und mit Nachdruck an die Bevölkerung: Bitte verzichten Sie jetzt auf jeden nicht zwingend notwendigen Trinkwasserverbrauch! Auch Gewerbe- und Industriebetriebe sowie die Landwirtschaft sind aufgerufen, überall dort Wasser einzusparen, wo dies betrieblich möglich ist.

Jeder eingesparte Liter entlastet die Versorgungssysteme. Jeder unnötig verbrauchte Liter verschärft die Situation.

Auch die öffentliche Hand reduziert ihren Trinkwasserverbrauch. Dazu gehören das Abstellen der öffentlichen Brunnen, eine deutlich eingeschränkte Bewässerung von Fussballplätzen respektive – wo technisch und hygienisch möglich – der Einsatz von aufbereitetem ARA-Abwasser anstelle von Trinkwasser. Die Feuerwehren der Region leisten ebenfalls einen Beitrag, in dem sie Übungen konsequent gänzlich ohne Wasserbezüge durchführen.

Wenn der Verbrauch nicht sinkt, können Einschränkungen folgen

Der Regionale Führungsstab Wil-Uze und die Wasserversorger beobachten die Entwicklung eng und stimmen sich laufend ab, auch im Austausch mit den Gemeinden und der regionalen Bevölkerungsschutzkommission.

Entscheidend sind die kommenden Tage: Der Trinkwasserverbrauch muss spürbar und anhaltend zurückgehen, vor allem, da die Wetteraussichten keine nachhaltige Entspannung erwarten lassen. Sollte der Verbrauch nicht deutlich sinken, reichen weitere Appelle nicht mehr aus. Konkrete Einschränkungen oder Verbote für bestimmte Formen des Trinkwasserverbrauchs könnten als weitergehende Massnahmen notwendig werden.

Noch kann jede und jeder dazu beitragen, dies zu vermeiden: Jetzt Wasser sparen. Jeder Liter zählt.

Wassersparen im Privathaushalt: Jeder Liter zählt.

Trinkwasser ist derzeit eine besonders wertvolle Ressource. Bitte helfen Sie unbedingt mit, den Verbrauch zu reduzieren! Auch kleinere Massnahmen können eine grosse Wirkung entfalten, da sie sich über die Einwohnerinnen- und Einwohnerzahl von rund 65'000 Personen in der ganzen Region auf entscheide Wassermengen multiplizieren.

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Kommentare

User #4097 (nicht angemeldet)

10 Millionen - wir schaffen das....

User #4317 (nicht angemeldet)

Aber das hat es doch schon immer gegeben...

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