HC Thurgau feiert ersten Heimsieg der Saison
Der HC Thurgau bezwingt die GCK Lions nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit dank Daniel Ljunggrens Treffer in der Verlängerung.

Wie der HC Thurgau mitteilt, war das Ziel im Löwenduell gegen die GCK Lions nach dem Auswärtssieg bei den GDT Bellinzona Snakes klar: der erste Heimsieg der Saison. Die Zürcher, zuletzt zweimal in Folge geschlagen, schienen dafür der passende Gegner.
Das Startdrittel verlief zunächst ausgeglichen. Die erste Duftmarke setzten in der 4. Minute allerdings die Gäste mit einem Schuss an die Latte. Wenig später wurde es vor Elijah Neuenschwander erneut brenzlig und es folgte in der 6. Minute eine Strafe gegen Kevin Etter wegen eines hohen Stocks.
Obwohl man in Unterzahl agierte, kam der HCT zu den besseren Möglichkeiten: Zachary Okabe tauchte gleich zweimal alleine vor dem Tor auf, doch der Puck wollte einfach nicht rein. Auch einen zugesprochenen Penalty konnte Ian Derungs nicht verwerten. Das Unterzahlspiel überstanden die Thurgauer unbeschadet. Hinten stand der HCT kompakt: Wo Neuenschwander den Puck einmal nicht festhalten konnte, räumte Livio Truog konsequent auf.
Aber es kam, wie es im Eishockey oft kommt: Der Gegner trifft. In der 14. Minute wurde Leandro Hinder vor dem eigenen Torraum von den Schlittschuhen geholt. Ob fair oder nicht, Bouvard musste die Scheibe nur noch über die Linie schieben. Und so ging es wegen mangelnder Chancenverwertung mit einem Rückstand in die Pause.
Hinder gleicht aus, doch die Hektik nimmt zu
Der Mittelabschnitt begann unauffällig, erst Verteidiger Alessandro Villa setzte mit einem Schuss aufs Tor ein Ausrufezeichen. Kurz darauf blieb Kai Münger nach einem Zusammenstoss auf dem Eis liegen, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterspielen. Zum Glück: Denn Daniel Ljunggren bediente ihn gleich darauf zu einer grossen Chance, die jedoch ungenutzt blieb. Der HCT blieb bemüht, tat sich vor dem Tor aber schwer: Truog verzettelte sich, Okabe blieb hängen.
In der 32. Minute dann der Lohn für den Aufwand: Hinder zog aus kurzer Distanz ab und der Puck fand tatsächlich den Weg hinter die Torlinie. Nach kurzer Prüfung aufgrund des Gewusels im Torraum zeigte der Schiedsrichter zur Mitte: Goal! Der Ausgleich war Tatsache. Fünf Minuten vor Schluss kam der HCT noch zum Powerplay, doch statt Kontrolle herrschte Hektik: Derungs traf nur das Gehäuse, auch Binias verfehlte das Ziel.
Nach dem Powerplay blieb es hektisch, diesmal weniger aus sportlicher Sicht. Es flogen die Fäuste, und nach längerer Unterbrechung schickten die Schiedsrichter drei HCT-Spieler und vier GCK Lions auf die Strafbank…da war kaum mehr Platz. Das anschliessende kurze Powerplay blieb für den HCT jedoch ohne Ertrag.
Ljunggren erlöst den HCT in der Verlängerung
Mit dem Stand von 1:1 ging es ins Schlussdrittel. Der HCT kam motiviert aus der Garderobe und zeigte von Beginn weg Präsenz. In der 43. Minute schoss Lindenmann knapp am Tor vorbei, kurz darauf suchten auch Ljunggren und Diethelm den Abschluss. Und wenn Neuenschwander einmal gefordert war, hielt er souverän.
Die Führung wäre eigentlich fällig gewesen. Doch in der Hälfte des letzten Drittels folgten zwei Chancen für die GKC Lions nach unnötigen Fehlern der Hausherren. Zum Glück ohne Folgen. Genau zum richtigen Zeitpunkt kam dann die Strafe gegen die Gäste, und der HCT nahm ein Time-out. Noch sechs Minuten waren zu spielen. Das Powerplay brachte zwar zwei Topchancen, die jedoch ungenutzt blieben.
Zwei Minuten vor Schluss peitschten die Fans ihr Team nochmals nach vorne, doch es ging in die Verlängerung. Und diese dauerte nur ganz kurz: Ljunggren schlängelte sich durch die Abwehr und schloss gleich selbst ab. Der Puck im Tor, und der HCT hatte ihn: den ersten Heimsieg der Saison.









