HC Thurgau bricht im Schlussdrittel gegen Sierre ein
Der HC Thurgau verliert zuhause gegen den HC Sierre mit 2:7. Nach dem 2:2-Ausgleich im zweiten Drittel entscheiden die Walliser die Partie im Schlussabschnitt.

Wie der HC Thurgau mitteilt, zeigte das Team gegen den HC Sierre während zwei Dritteln eine mutige und kämpferische Leistung, konnte sich für seinen Aufwand aber nicht belohnen. Die Walliser sorgten im Schlussdrittel mit ihrer Offensivwucht für die Entscheidung. Sie setzten sich am Ende diskussionslos mit 2:7 durch.
Vor vollen Rängen empfingen die Leuen am Samstagabend den Tabellenzweiten HC Sierre. Kaum war die Partie lanciert, bot sich dem HCT bereits die erste Möglichkeit im Powerplay. Die Leuen blieben erfolgslos und es wurde schnell klar, dass das Spiel gegen die Walliser, die kraftvoll und wuchtig agierten, kein Spaziergang werden würde. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich die Partie jedoch ausgeglichener, als es die Tabelle vermuten liess.
Vielmehr war es überwiegend der HCT, der sich immer wieder gute Möglichkeiten erarbeiteten. Kurz vor dem 1:0 hatte Kai Münger gar die Führung auf dem Stock, doch sein Abschluss fand den Weg ins Netz noch nicht. Stattdessen schlug es wenig später auf der Gegenseite ein. Nach gutem Umschaltspiel der Walliser wurde Neuenschwander zwischen den Schonern erwischt und es stand 0:1 für Sierre.
Die Thurgauer reagierten und kamen durch Kevin Kühni vermeintlich zum Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz: Wegen einer Torhüterbehinderung durch den Thurgauer Topscorer Okabe wurde der Treffer aberkannt. Ein bitterer Entscheid, den die Leuen erst einmal verdauen mussten. Da auch das nächste Powerplay der Leuen ohne den erhofften Erfolg blieb, ging es nach einem turbulenten ersten Drittel mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.
Münger und Haas bringen Thurgau zurück ins Spiel
Der HCT blieb auch im zweiten Drittel bemüht. Doch beim letzten Pass oder spätestens beim Abschluss fehlte weiterhin die nötige Präzision. Schlicht effizient zeigte sich demgegenüber der HC Sierre: Ein schön herausgespielter Angriff wurde schnörkellos abgeschlossen, und Kilian Mottet erhöhte auf 0:2. Je länger das Drittel dauerte, desto deutlicher schien sich das nicht ganz ausgeglichene Kräfteverhältnis bemerkbar zu machen. Die Leuen versuchten, dieses Defizit mit Cleverness wettzumachen.
Eine provozierte Strafe gegen die Walliser in Unterzahl machte dabei den Anfang. Im späteren Powerplay drückten die Thurgauer mächtig auf den Ausgleich, scheiterten aber gleich mehrfach am Walliser Schlussmann Giovannini. In der 36. Minute erlöste dann einer der zuvor noch glücklosen Leuen die Thurgauer. Kai Münger erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2. Der Treffer verlieh den Leuen gleich nochmals zusätzlichen Aufwind.
Selbst in Unterzahl kamen die Thurgauer plötzlich mehrfach gefährlich vor das gegnerische Tor. Kevin Etter scheiterte dabei gleich zweimal nur denkbar knapp. Den Schwung nahmen die Leuen sogleich ins eigene Überzahlspiel mit, was zugegebenermassen auch etwas glücklich zustande kam.
Der HCT brauchte nur gerade sechs Sekunden, ehe Kevin Haas den Schuss von Kai Münger ablenkte und die Halle mit seinem Treffer zum 2:2 zum Explodieren brachte. Aus dem 0:2-Rückstand war damit innert kürzester Zeit der Ausgleich geworden – und plötzlich war die Partie wieder völlig offen. Das Schlussdrittel konnte also spannend werden.
Sierre überrollt Thurgau im Schlussdrittel
Das Schlussdrittel hielt nochmals einiges an Spannung bereit. Sierre startete druckvoller und setzte die Leuen früh unter Druck. Dabei konnte und musste sich Elijah Neuenschwander mehrfach auszeichnen und hielt seine Mannschaft im Spiel. Der HCT blieb jedoch mutig und versteckte sich keineswegs vor den Walliser Hünen.
Derungs und Rundqvist kamen gleich beide zu gefährlichen Abschlüssen und die Hoffnung auf eine Wende blieb bestehen. Doch der Dämpfer folgte postwendend: In der 47. Minute vollendete Julien Privet ein Zuspiel von Killian Mottet souverän in die rechte obere Ecke zum 2:3. Beim kämpferischen HCT war nun merklich die Luft draussen.
Und dann kam es noch bitterer als Maxime Montandon in der 51. Minute abzog und auf 2:4 erhöhte. Die Thurgauer mussten kurz darauf erneut in Unterzahl ran und wirkten inzwischen stehend k.o. Just als Fabio Murer aufs Eis zurückkehrte, schlug Kilian Mottet erneut zu und erzielte das 2:5.
Ernüchterung machte sich auf den Rängen breit – die Walliser Wucht hatte den HCT nun endgültig überrollt. Dass es schliesslich gar noch zum 2:6 und 2:7 für den HC Sierre kam, nahm man auf Thurgauer Seite nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis und war froh, als endlich abgepfiffen wurde.









