Champions Cup: Kurzfristige Regeländerung sorgt für Kritik
Floorball Thurgau und der HC Rychenberg Winterthur kritisieren den Weltverband IFF scharf. Neue Spielzeiten und kleinere Kader sorgen für grosses Unverständnis.

Der HC Rychenberg Winterthur als Schweizer Meister und Floorball Thurgau als Schweizer Cupsieger haben sich sportlich für den Champions Cup 2026/27 qualifiziert und ihre Teilnahme auf Basis der damals gültigen Wettbewerbsbestimmungen geplant, berichten Floorball Thurgau und der HC Rychenberg Winterthur in einer gemeinsamen Erklärung.
Diese sahen Spiele über 3 x 20 Minuten sowie einen Matchkader von 20 Spielerinnen beziehungsweise Spielern vor. Mit grossem Erstaunen mussten sie zur Kenntnis nehmen, dass der Internationale Floorball Verband (IFF) kurzfristig wesentliche Änderungen am Wettbewerbsformat beschlossen hat.
Künftig sollen die Spiele im World-Games-Format mit 3 x 15 Minuten sowie einem auf 14 Spieler reduzierten Matchkader ausgetragen werden. Die qualifizierten Vereine wurden in diesen Entscheid nicht einbezogen und vor vollendete Tatsachen gestellt.
Sorge um die Belastung der Spieler
Besonders kritisch beurteilen sie die Auswirkungen auf die Spieler. Die internationalen Spiele sind in einem ohnehin bereits sehr engen Terminplan mit den nationalen Meisterschaftsrunden vorgesehen. Zusätzliche Belastungen bei einem reduzierten Kader stellen aus unserer Sicht ein erhebliches Risiko für die physische Beanspruchung der Athletinnen und Athleten dar.
Ebenso stellen die kurzfristigen Anpassungen die Vereine vor erhebliche sportliche und organisatorische Herausforderungen. Kaderplanungen, welche auf den bisherigen Rahmenbedingungen basierten, müssen nun kurz vor Saisonbeginn neu beurteilt werden.
Schweizer Verband als verlässlicher Partner
Positiv hervorheben möchten sie die Zusammenarbeit mit swiss unihockey. Der Austausch mit den Verantwortlichen des Schweizer Verbandes sowie den betroffenen Schweizer Vereinen verlief jederzeit offen, transparent und konstruktiv.
Die Anliegen der Klubs wurden ernst genommen und aktiv in die Diskussionen eingebracht. Umso bedauerlicher ist es, dass die von der IFF unter Präsident Filip Šuman kommunizierte Darstellung vom 8. Juni eines gemeinsam abgestimmten Entscheidungsprozesses nach der Wahrnehmung der beiden Vereine nicht den tatsächlichen Abläufen entspricht.
Die betroffenen Vereine wurden weder konsultiert noch in die Entscheidungsfindung einbezogen. Von einem gemeinsamen Entscheid kann deshalb keine Rede sein.
Forderung nach mehr Transparenz
Bei grundlegenden Veränderungen eines internationalen Klubwettbewerbs erwarten die Vereine Transparenz, frühzeitige Kommunikation und einen partnerschaftlichen Dialog mit den direkt betroffenen Vereinen. Besonders kritisch beurteilen sie zudem, dass den Vereinen bis heute keine nachvollziehbare Gesamtstrategie präsentiert wurde, welche diese einschneidenden Massnahmen im Kontext des Wettbewerbs erklärt.
Die Vereine werden die Auswirkungen der beschlossenen Änderungen nun sorgfältig prüfen und ihre weitere Haltung zum Wettbewerb in den kommenden Tagen festlegen.






