Nach einer Ende Juni 2021 eingereichten Petition gibt der Gemeinderat von Wila eine Stellungnahme zur Sanierung des Höhenwegs.
Petition
Petition (Symbolbild). - Keystone

Gegen die Absicht, den Höhenweg im Rahmen der notwendigen Sanierung zu asphaltieren, wurde dem Gemeinderat Ende Juni eine Petition mit 98 Unterschriften eingereicht, der ein Brief von Gisela Wahl und ein Leserbrief von Ruedi Gnädinger beigelegt wurde. Anlässlich seiner letzten Sitzung hat sich der Rat intensiv mit dem Anliegen der Petentinnen und Petenten befasst.

Aufgrund seiner erneuten Beurteilung hält der Gemeinderat weiterhin an der vorgesehenen Asphaltierung fest. Folgende Vorteile eines Teerbelages gegenüber einem Kiesbelag haben zu diesem Entscheid geführt:

Winter

Im Winter vereist der Weg regelmässig. Er wird rutschig und gefährlich, sodass er weniger begangen wird. Bei Eisbildung wird der Weg gesplittet und muss durch einen massiven Einsatz von Salz enteist werden. Bei Regen wird er schmutzig und schlammig.

Der Weg kann auch mit einem neuen Kiesbelag nicht so gut entwässert werden wie mit einem Asphaltbelag, auch mit Querrillen usw. nicht. Eine gewisse Erosion der Oberfläche ist also auch mit einer Neubekiesung unausweichlich. Im Winter kann der Weg mit Kiesbelag nur weissgeräumt werden, um die Oberfläche nicht zu beschädigen, d.h. die Vereisungsgefahr bleibt.

Im Normalfall

Im Normalfall ist eine Versickerung von Regenwasser vor Ort anzustreben, im konkreten Fall jedoch durch mehrere Faktoren erschwert bis kontraproduktiv: be-stehende Liegenschaften mit Vorgärten auf Westseite, Lage im Einschnitt auf Ostseite (keine Entwässerung über die Schulter möglich), auch sonst schon durchnässter und z.T. rutschgefährdeter Hang auf Ostseite.

Ein asphaltierter Fussweg kann im Winter schwarz geräumt und bei Bedarf ge-salzen oder gesplittet werden, sodass innert wenigen Stunden gut begehbar wird. Sicherheit und Attraktivität für Fussgänger/-innen werden verbessert.

Für die Entwicklung von Ghöngg

Für die Entwicklung im Ghöngg ist eine attraktive, saubere und wintersichere Fussverbindung zum Dorf und zum Bahnhof ein Pluspunkt, ein Kiesweg ein Handicap, da man je nach Zustand und Witterung entlang der Schalchenstrasse ins Dorf laufen muss. Der Ökologie ist besser gedient, in Wila attraktive und sichere Fusswege auch im Winter zu haben, als dass man dann aufs Laufen verzichtet und mit dem Auto ins Dorf fährt.

Kostenunterschied

Der Kostenunterscheid zwischen den Varianten Kies und Asphalt beträgt ca. 12'000 Franken oder etwa 7% der Bausumme, sodass einem geringen Mehraufwand ein deutlicher Qualitätsgewinn gegenübersteht.

Der Unterhaltsaufwand für eine Kiesstrasse ist deutlich höher als für einen Asphaltweg. Am heutigen Verkehrsregime sind keine Änderungen geplant. Somit bleibt der Höhenweg für Velos und den motorisierten Verkehr auch nach seiner Sanierung gesperrt.

Öffentliche Begehung

Der Gemeinderat bietet Interessierten an, den Höhenweg am Freitag, 23. Juli 2021 vor Ort mit den Gemeinderäten Sandro Turcati und Fredi Waldvogel zu Fuss zu begehen. Treffpunkt: 18.00 Uhr am unteren Beginn des Höhenweges (bei Friedhofstrasse 14).

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