Wie die Gemeinde Amden berichtet, werden am Sagenbach auf dem Abschnitt zwischen der Mülistrasse und dem Walensee Hochwasserschutzmassnahmen realisiert.
Blick auf die Ortschaft Amden oberhalb des Walensees.
Blick auf die Ortschaft Amden oberhalb des Walensees. - Nau.ch / Simone Imhof
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Am Freitag, 19. August 2022, ist der Sagenbach im Fli aufgrund eines starken Regenereignisses über die Ufer getreten.

Bei der Gemeindegrenze zwischen Weesen und Amden floss das stark verschmutzte Wasser entlang der Kantonsstrasse in Richtung Weesen.

Dabei wurde verschiedenes Material mitgeführt, das sich zum Teil in Häusern, insbesondere in den Kellern und Untergeschossen, ausbreitete und Schaden anrichtete.

Es liegt ein Hochwasserschutzprojekt aus dem Jahr 2011 vor

Es ist nicht das erste Mal, dass der Sagenbach über die Ufer getreten ist.

Für den Ausbau des Sagenbachs im Abschnitt zwischen dem Waldrand (der Verklausungsstelle im August 2022) und dem Walensee liegt ein Hochwasserschutzprojekt aus dem Jahr 2011 vor.

Das Projekt wurde bis anhin nicht umgesetzt.

Ein Teil des Hochwasserschutzprojektes wird bereits als «Sofortmassnahme» umgesetzt

Die Gemeinde Amden nahm das Unwetterereignis von Mitte August 2022 zum Anlass, um die Situation am Sagenbach mit dem kantonalen Amt für Wasserbau und dem für das Hochwasserschutzprojekt beigezogenen Ingenieurbüro zu beraten.

Der Gemeinderat hat dabei entschieden, die unmittelbar nach dem Hochwasser erforderlichen (und inzwischen abgeschlossenen) Instandstellungsarbeiten auf ein Minimum zu beschränken, dafür aber ab November 2022 im Abschnitt zwischen ausgangs Wald und der Mülistrasse die gemäss dem Hochwasserschutzprojekt aus dem Jahr 2011 vorgesehenen Massnahmen als sogenannte «Sofortmassnahmen» umzusetzen.

Seit Anfang November 2022 sind die Arbeiten im Gange

Den Zuschlag für die Bauarbeiten hat die Toneatti AG, Bilten, erhalten.

Die Bauarbeiten sind seit Anfang November 2022 im Gang und dauern bis circa Mitte Dezember 2022.

Die für die Sofortmassnahmen anfallenden Kosten werden vollumfänglich durch die Öffentlichkeit (Bund, Kanton und Gemeinde) getragen.

Die «Sofortmassnahmen» werden nicht ausreichen

Das Ereignis vom 19. August 2022 hat einmal mehr gezeigt, dass der Sagenbach im Fli nicht genügend ausgebaut ist und sich dementsprechend wasserbauliche Massnahmen aufdrängen.

Allein die vorbeschriebenen Sofortmassnahmen werden nicht ausreichen, um ähnliche Ereignisse künftig verhindern zu können.

Die sinnvollste und wirksamste Lösung ist die Umsetzung des Hochwasserschutzprojekts zwischen der Waldgrenze und dem Walensee.

Das Hochwasserschutzprojekt soll umfangreich umgesetzt werden

Der Gemeinderat hat daher beschlossen, die Projektierungsarbeiten des Hochwasserschutzprojekts beim Sagenbach (auf dem Abschnitt zwischen der Mülistrasse und dem Walensee) wieder aufzunehmen.

Eine öffentliche Planauflage des Hochwasserschutzprojekts ist im Jahr 2023 vorgesehen.

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