200'000 Franken für Kanaluntersuchungen
Mönchaltorf startet ab Juli 2026 Kanal-TV-Aufnahmen im Gebiet Südwest. Für die zweite GEP-Etappe bewilligte der Gemeinderat 200'000 Franken.

Wie die Gemeinde Mönchaltorf mitteilt, genehmigte der Gemeinderat für die Überarbeitung des Generellen Entwässerungsplans (GEP) «Teilprojekte Etappe 2, Zustandsaufnahmen Kanalisation Mönchaltorf, Gebiet «Südwest» einen Investitionskredit von 200'000 Franken (exklusive Mehrwertsteuer), in Form von gebunden Ausgaben. Der Startder TV-Aufnahmen erfolgt ab Juli 2026 und dauert voraussichtlich bis August/September 2026.
Der aktuelle und genehmigte Generelle Entwässerungsplan – Kurz GEP – der Gemeinde Mönchaltorf stammt aus dem Jahr 2008. Seither wurden diverse GEP-Massnahmen umgesetzt, wie die Verbesserung der Mischabwasserbehandlung, die Umsetzung von Trennsystemgebieten und die Beseitigung von Kapazitätsengpässen im Kanalisationsnetz.
Der aktuelle GEP Mönchaltorf 2008 ist gemäss den damals gültigen Richtlinien in die Phasen «Projektgrundlage» mit «Zustandsberichten» und «Entwässerungskonzept» gegliedert. Die Empfehlung des VSA (Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute) gliedert den GEP seit dem Jahr 2010 nun in Teilprojekte.
Die Teilprojekte lassen sich weitgehend unabhängig voneinander, etappiert bearbeiten. Sie erleichtern damit die angestrebte Umsetzung einer rollenden Entwässerungsplanung mit unterschiedlichem Aktualisierungsrhythmus je Teilprojekt.
Kanalisation im Südwesten wird erfasst
Mit Beschluss des Gemeinderats im Juni 2024 wurde die Erarbeitung der ersten Etappe mit einzelnen Teilprojekten in Auftrag gegeben, welche als Basis für die darauffolgenden Etappen dient. Im Juni 2025 hat der Gemeinderat die zweiten Etappe mit den Zustandsaufnahmen der Kanalisation im Gebiet Nordost beschlossen.
Im Jahr 2026 wird nun die restliche Kanalisation im Teilgebiet «Südwest» aufgenommen. Das Teilgebiet «Südwest» umfasst das gesamte Gebiet südwestlich des Aabachs.
Zustandsaufnahmen Kanalisation Mönchaltorf, Gebiet Südwest
Für die Erfassung des Zustands der öffentlichen Kanalisation im Teilgebiet «Südwest» werden die Abwasserkanäle mittels Kanal-TV aufgenommen. Alle Schächte werden visuell erfasst und mittels Schachtprotokoll dokumentiert. Anschliessend werden die Aufnahmen und Protokolle ausgewertet und der Zustand der Kanäle und Schächte beurteilt.
Die Auswertung des Kanalzustands erfolgt, nicht wie bisher üblich durch den TV-Operateur vor Ort, sondern mittels künstlicher Intelligenz (KI). Die TV-Aufnahmen vor Ort können so, unter Voraussetzung der Erfüllung der technischen Anforderung, effizienter ausgeführt werden.
Die digitale Auswertung mittels künstlicher Intelligenz erfasst im Nachgang schnell und objektiv die Schäden im Kanal. Die Beurteilung erfolgt schlussendlich nach wie vor durch das Ingenieurbüro von einem Menschen. Das Auswertverfahren mittels KI wurde bereits im Teilgebiet «Nordost» angewendet und erzielte gute Resultate.
Im Investitionsbudget 2026 ist der Betrag von 180‘000 Franken für dieses Teilprojekt vorgesehen. Die durchgeführte Submission für die Zustandsaufnahmen des Gebiets Südwest ergab rund 13 Prozent höhere Kosten gegenüber des relativen Vergabewertes für das Gebiet Nordost im Jahr 2025. Aufgrund dessen erfolgt mit der Kreditvergabe eine Budgetüberschreitung von total elf Prozent.










