Egg ZH: Torspektakel mit 19 Treffern – Pfanni unterliegt 8:11
In der Kirchwies-Halle in Egg ZH zeigte der UHC Pfannenstiel gegen den Absteiger Unihockey Basel Regio viel Moral, verlor am Ende aber mit 8:11.

Die Zuschauer durften sich mit 19 Toren an einem wahren Torspektakel zwischen dem UHC Pfannenstiel und dem L-UPL-Absteiger Unihockey Basel Regio erfreuen. Der Favorit setzte sich letztendlich doch noch mit 11:8 durch und konnte die 3 Punkte mit nach Hause nehmen. Pfannenstiel zeigte aber insgesamt viel Moral und Kampfeswille, was eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorwoche darstellte.
Pfanni war sich bewusst, dass mit den Absteigern aus Basel ein äusserst harter Brocken in der Kirchwies-Halle gastieren wird und das alles zusammen passen muss um von Punkten träumen zu können. Zu Beginn des Spiels passte jedoch noch sehr wenig zusammen und Pfanni schien mit dem Kopf noch in der Garderobe zu sein. Nur so ist es zu erklären, dass es nach 109 Sekunden bereits 0:2 und nach 5. Spielminuten 0:3 hiess ein Start wie er schlimmer fast nicht hätte sein können.
Statt komplett auseinanderzufallen rafften sich die Zürcher Oberländer aber auf und konnten in der Folge eine starke Reaktion zeigen. Luginbühl in der 7. Spielminute mit seinem ersten Pfanni-Tor und wenig später Rennhard mit einem sehenswerten Direktschuss verkürzten innert 90 Sekunden auf 2:3. In der Folge flachte das Spiel etwas ab und beide Teams versuchten etwas mehr Spielkontrolle zu bekommen, so dass bis zur ersten Drittelspause keine weiteren Tore mehr fielen.
Der Start ins Mitteldrittel war dann für Pfanni erneut ein Desaster. Nach 13 Sekunden erwischte Meier Edelmann in der nahen Torecke und wenig später kullerte ein Ball von Leuenberger zwischen den Hosenträgern hindurch langsam ins Tor. So hiess es nach gut 100 Sekunden bereits wieder 2:5. Doch Pfanni liess sich erneut nicht kleinkriegen.
Nach dem Bully schnappte sich Schaub den Ball und traf wunderbar von der Mittellinie zum 3:5 auch sein erstes Tor in den Farben von Pfanni. In der 27. Minute brachte dann Ferrari die Hoffnung zurück. Er stocherte den Ball im Slot zum 4:5-Anschlusstreffer über die Linie. Die Freude währte aber nur kurz.
In der 28. Minute zog Ammann zum Lauf Richtung hohem Slot an, umkurvte den Block und traf sehenswert zum 4:6. Erneut war in der zweiten Hälfte des Drittels wieder Torflaute angesagt und so hiess es nach 40. Minuten 4:6 und Pfanni war weiterhin in Schlagdistanz zum grossen Favoriten.
Der Start ins letzte Drittel verlief dann zum wiederholten Male nicht nach dem Gusto der Einheimischen. Kurz nach Ablauf einer 4:4-Situation wollte J.Schindele den Ball von der Linie befreien, doch dieser gelangte via Torhüter Edelmann ins eigene Tor zum 4:7. Doch erneut folgte die Reaktion des Heimteams. Innert 18 Sekunden trafen Luginbühl mit einem abgelenkten Abschluss und Bleiker im Nachschuss zum 5:7 respektive 6:7. Auch für Bleiker war es das erste Tor für das Fanionteam und das in einem absolut verrückten Spiel.
Eine Minute später traf Leuenberger zum 8:6 und wiederum nur 8 Sekunden später verkürzte der flinke Kernwein auf 7:8 der 4. Premieren-Torschütze an diesem Abend. Es waren wohl die verrücktesten 100 Sekunden, die die Kirchwies-Halle je erlebt hatte mit nicht weniger als 5 Toren. In der 46. Minute liess sich der Finne Laasonen seinen dritten Punkt gutschreiben und brachte Basel mit einem sehenswerten Distanzschuss mit 9:7 in Front.
An dieser Stelle war dann auch der Arbeitstag von Pfanni-Hüter Edelmann beendet und er räumte seinen Platz für F.Schindele. In der 50. Minute traf erneut Schaub absolut sehenswert zum erneuten Anschluss für Pfanni. Doch trotz Reduktion auf 2 Linien, Time-Out und Herausnahme des Torhüters verpasste es Pfanni in den letzten 10 Minuten das Spiel noch zu kehren.
Der Schwede Hedstål und Häfelfinger erhöhten das Skore für die Gäste noch auf 11:8 und sicherten so den Baslern noch die fest budgetierten 3 Punkte. Letztendlich hat sich sicherlich die grössere Qualität der Gäste durchgesetzt. Pfanni zeigte aber immer wieder viel Moral und gab sich nie auf.
Fakt ist, dass man mit 8 Toren ein Spiel gewinnen muss, somit muss zukünftig der Anspruch sein die Gegentor-Quote deutlich zu minimieren und es dem Gegner mit dem Toreschiessen nicht so einfach zu machen. Es muss fairerweise aber auch gesagt werden, dass es auf beiden Seiten nicht unbedingt der Tag der Torhüter war, doch oft fehlte aber auch die defensive Unterstützung der Vorderleute.
Captain Schläpfer fasste das Spiel wie folgt zusammen: Nach einem relativ lustlosen Auftritt letztes Wochenende gegen UBN war dieses Mal gegen Basel deutlich mehr Feuer drin. Es war regelrecht ein Spektakel und regnete Tore im Minutentakt. Leider machten wir es Basel insgesamt zu einfach und konnten trotz unserer acht Toren das Spiel nicht mehr kehren.
Auch Doppeltorschütze Schaub war mit dem Match grundsätzlich zufrieden: Auch wenn es noch nicht für die ersten Punkte gereicht hat, bin ich stolz auf unser Team. Wir haben gezeigt, dass wir gegen den L-UPL-Absteiger nicht nur alle gegeben haben, sondern auch mithalten konnten.
Erneut alles geben muss der UHC Pfannenstiel auch am heutigen Sonntag, 27.09.2026 gegen einen weiteren Gruppenfavoriten den UHC Thun. Spielbeginn ist um 17.00 Uhr in der MUR-Halle in Thun. Erneut kann Pfanni nichts verlieren, aber dafür sehr viel gewinnen.
UHC Pfannenstiel – Unihockey Basel Regio 8:11 (2:3, 2:3, 4:5)
3-fach Kirchwies, Egg – 106 Zuschauer – SR: Preisig / Schädler
Tore: 2. Mendelin (Häfelfinger) 0:1. 2. Laasonen (Hedstål) 0:2. 5. Rinefalk (Leuenberger) 0:3. 7. Luginbühl (Burkhart) 1:3. 9. Rennhard (Wittig) 2:3. 21. Meier (Stäheli) 2:4. 22. Leuenberger (Hedstål) 2:5. 22. Schaub 3:5. 27. Ferrari (Schläpfer) 4:5. 28. Ammann (Kramer) 4:6. 42. Eigentor 4:7. 42. Luginbühl (Burkhart) 5:7. 43. Bleiker (Ushiu) 6:7. 44. Leuenberger (Laasonen) 6:8. 44. Kernwein 7:8. 46. Laasonen (Rinefalk) 7:9. 50. Schaub 8:9. 54. Hedstål (Junkkarinen) 8:10. 55. Häfelfinger (Mendelin) 8:11.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen UHC Pfannenstiel, 2-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Stäheli) gegen Unihockey Basel Regio
UHC Pfannenstiel: Edelmann, ab 45. F.Schindele (Tor); Dudler, Rennhard, Ferrari, Schläpfer, Wittig; Keller, Burkhart, Luginbühl, Ernst, Kernwein; P.Bär, J.Schindele, Bleiker, Schaub, Ushiu; Bachmann, Willi, Zehnder, Nufer, T.Bär.
Unihockey Basel Regio: Feigenwinter (Tor), Jäggi (Ersatz); Rinefalk, Wahl, Gaudin, Tschudin, Kramer, Rudin, Laasonen, Meier, Amstutz, Hedstål, Junkkarinen, Thommen, Ammann, Mendelin, Häfelfinger, Leuenberger, Kiener, Stäheli.
Bemerkung: UHC Pfannenstiel ohne Fässler, Karlsson, Kreienbühl, Rizzi, Schüpbach, Sorri und van Welie. 26:05 Pfostenschuss UHC Pfannenstiel. 43:35 Time-Out UHC Pfannenstiel. 56:57-60:00 UHC Pfannenstiel bei Ballbesitz ohne Torhüter. Best Player: Luginbühl (UHC Pfannenstiel) und Laasonen (Unihockey Basel Regio).








