Stadt Thun will einen ihrer wichtigsten Verkehrsknotenpunkte, den Maulbeerkreisel, sicherer machen. Besonders unfallträchtig ist der Kreisel für Velofahrende.
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Mit diversen Sofortmassnahmen will die Stadt Sicherheitsdefizite beheben, ohne dabei die Leistungsfähigkeit des Kreisels massgeblich zu reduzieren, wie sie am Freitag, 27. Mai 2022, mitteilte. Unter anderem wird die Fahrbahn mit einem überfahrbaren Innenring verschmälert.

Ab kommendem Montag, 30. Mai 2022, beginnen die Vorarbeiten. Sie dauern mehrere Nächte. Während dieser Zeit bleibt der Kreisel befahrbar.

In einem zweiten Schritt wird der Belag ersetzt. Diese Hauptarbeiten bedingen eine Vollsperrung des Kreisels. Voraussichtlich am Freitag, 24. Juni, ab 8 Uhr bis Sonntag, 26. Juni 2022, um Mitternacht wird der Maulbeerkreisel für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt.

Der Verkehr auf dem Maulbeerplatz hat Thun in der vergangenen hundert Jahren immer wieder beschäftigt. Auf dem «Mubeeri» stossen die wichtigsten Einfallsachsen in die Stadt zusammen. Der Platz zwischen Bahnhof und Aare ist eng.

Eine der ersten Städte der Deutschschweiz mit Kreisverkehr

Historische Quellen legen nahe, dass es bereits in den 1930-er Jahren eine Art Kreisverkehr am «Mubeeri» gab. Mit der Zunahme des motorisierten Autoverkehrs wurde der Platz, auf dem nun Rechtsverkehr herrschte, immer unübersichtlicher. Für Fussgänger wurden mehrere Schutzinseln gebaut, was der Übersichtlichkeit auch nicht sonderlich zuträglich war.

In der Mitte des Platzes stand eine überdachte Kanzel, auf der ein Stadtpolizist mit Kelle und Pfeife die Blechlawine in geordnete Bahnen zu lenken versuchte.

Als eine der ersten Städte der Deutschschweiz baute Thun 1988 am Maulbeerplatz einen Kreisverkehr, der bis heute Bestand hat. Unfallträchtig blieb aber auch der Kreisverkehr.

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