Wie die Gemeinde Oberkirch berichtet, führte der hohe Wasserstand des Sempachersees im August 2021 zu einem sehr hohen Abfluss in der Sure in Oberkirch.
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Hochwasser. (Symbolbild). - Keystone

Der hohe Wasserstand des Sempachersees führte in der Folge zu einem sehr hohen Abfluss in der Sure in Oberkirch. Gemäss Messstation des Bundesamtes für Umwelt bei der Brücke Luzernstrasse betrug der Höchstabfluss Mitte Juli 2021 und Anfangs August 5.5 Kubikmeter pro Sekunde.

Gemäss der statistischen Auswertung beider Gewässer befanden sich deren höchsten Wasserstände bzw. Abflüsse im Bereich sehr seltener Ereignisse mit einer Wiederkehrperiode von rund 300 Jahren. Wie den Zahlen zum Niederschlag der Messstation von MeteoSchweiz in Egolzwil zu entnehmen ist, sind im Juni und Juli 2021 Regenmengen in Monatssummen von 178 mm respektive 290 mm gefallen.

Aussergewöhnliche Ereignisse im Juli 2021

Solche Werte wurden in den letzten zehn Jahre nie erreicht. Der bisher regenreichste Monat der letzten 10 Jahre im Sommer 2014 mit einer Monatssumme von 199 mm wird vom Juli 2021 mit 290 mm deutlich übertroffen.

Der hohe Abfluss der Sure zusammen mit grossen Mengen an Oberflächenwasser führte vor allem im Bereich Surenweid dazu, dass der Wegabschnitt zwischen der Brücke beim «Gletschergarten» und dem Unterhofsteg einige Zeit nicht passierbar war. Der Weg ist bis zu einem rund 30- bis 100-jährlichen Abfluss in der Sure geschützt und passierbar. Bei der im Juli 2021 aufgetretenen Situation handelt es sich beim Sempachersee und der Sure um aussergewöhnliche Ereignisse.

Beschränkte Abflusskapazität der Sure

Das diesjährige Hochwassereignis in der Sure war insofern speziell, dass es vor allem durch den hohen Sempachersee-Pegel ausgelöst war. Die Sure ist der einzige Ausfluss aus dem See und deren Abflusskapazität ist durch das geringe Gefälle beschränkt.

Durch die lange Niederschlagsperiode und den beschränkten Seeausfluss konnte sich der Seewasserstand lange Zeit nicht absenken. Dies führte dazu, dass auch die Sure über Wochen hohe Abflüsse und Wasserstände aufwies.

Wie die erst vor Kurzem angesäten Flächen und gepflanzten Büsche auf die lange Überflutungsdauer reagieren, wird in der nächsten Zeit beobachtet. Einige Flächen werden sicher im nächsten Frühjahr nochmals angesät werden müssen. Sobald der Abfluss weiter zurückgegangen ist, werden auch kleinere Schadenstellen entlang der Sure instand gestellt.

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