Wie die Gemeinde Emmetten berichtet, konnte die Gemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 343'746 Franken das Rechnungsjahr 2021 beenden.

Die Jahresrechnung 2021 der Gemeinde Emmetten schliesst gegenüber dem budgetierten Ertragsüberschuss von 169'060 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 343'746 Franken ab. Das Ergebnis 2021 ist damit um 174'686 Franken besser ausgefallen als budgetiert.

Einem betrieblichen Mehraufwand von Plus 17 Prozent steht ein betrieblicher Mehrertrag von Plus 39,9 Prozent gegenüber. Die Mehrausgaben gegenüber dem Budget setzen sich aus gebundenen Ausgaben wie Schneeräumung, Einlagen in Spezialfinanzierungen und Fonds und aus zusätzlichen geschaffenen Aufgaben wie das Projekt Langsamverkehr zusammen.

Aufgrund der aktuell stabilen finanziellen Ausgangslage der politischen Gemeinde hat der Gemeinderat entschieden, auf das bestehende Darlehen zugunsten der BBE AG eine Wertberichtigung von 250'000 Franken vorzunehmen.

Die letzten Jahre haben eine wechselnde finanzielle Situation des Bahnbetriebs aufgezeigt. Die Entwicklung der BBE AG ist stark externen Einflüssen ausgesetzt, dieser Unsicherheit wird mit der Wertberichtigung Rechnung getragen.

Mehrerträge aus den Steuern

Die hohen Mehrerträge stammen grossenteils aus dem Steuerertrag sowie aus weiteren Entgelten wie die Gewinnbeteiligung am Kehrichtverwertungsverband Nidwalden.

Der Gemeinderat beschloss, rund 600'000 Franken aus dem Ertragsüberschuss den finanzpolitischen Reserven zuzuführen. Finanzpolitische Reserven schaffen die Möglichkeit, die zukünftig erwarteten negative Gesamtergebnisse zu glätten.

Investitionsrechnung

Die Investitionsrechnung 2021 schliesst mit Nettoinvestitionen von 364'820 Franken ab. Alle Budgetkredite konnten per Jahresabschluss abgerechnet werden. Die Nettoausgaben liegen unter dem budgetierten Aufwand.

Der aus dem Jahr 2020 übertragene Kredit für ein Teilprojekt Strassenbeleuchtung konnte ebenfalls abgeschlossen werden. Der laufende Verpflichtungskredit Gesamtkonzept für die Sanierungs- und Erweiterungsvorhaben der Wasserversorgung Emmetten hatte Nettoinvestitionen von 181'978 Franken verursacht.

Die Abweichungen zu den Budgetzahlen sind mit zeitlichen Verzögerungen und Verschiebungen bei der Abrechnung zu begründen. Die noch offenen Positionen in der Höhe von 19'697,50 Franken aus dem Zusatzkredit des Umbaus Länderhuis konnten abgerechnet werden.

Die von der Finanzkommission geprüfte Schlussabrechnung weist bei einem Gesamtaufwand von 1'743'714 Franken eine Kreditunterschreitung von 684 Franken auf. Der Umbau Länderhuis gilt somit als abgeschlossen.

Wachstum zeichnet sich ab

Per 1. Januar 2021 wurde das Steueramt Emmetten an die Steuerverwaltung Nidwalden übergeben. Dank der höheren Ressourcen konnte der Veranlagungsstand deutlich verbessert werden. Dadurch ergibt sich eine zeitnahe Bearbeitung der Steuerdossiers, was auch im Sinne des Steuerpflichtigen ist.

Das kantonale Steueramt hat zudem im Jahr 2021 seinen Schwerpunkt auf Nachsteuerverfahren gesetzt. Das Wachstum der Gemeinde Emmetten zeichnet sich bei den Steuererträgen erfreulich ab.

Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass der Mehrertrag von einer halben Million Franken gegenüber dem Vorjahr sich in Zukunft in diesem Mass fortsetzen wird. Von einer Stabilisierung der Steuererträge auf der Basis des Vorjahres darf aber ausgegangen werden.

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