Mit der Sense: Traditionelle Mähkunst fördert Artenvielfalt
Ein Pro Riet-Kurs in Widnau macht das traditionelle Mähen und Dengeln wieder lebendig. Die leise Sensentechnik schont Kleintiere und hilft artenreichen Wiesen.

Trotz der sommerlichen Temperaturen liegt am frühen Morgen noch etwas Tau auf der Wiese. Wie die Gemeinde Widnau informiert, ziehen die ersten Sensen ihre ruhigen Bögen. Statt Motorenlärm ist nur das sanfte Rascheln des Grases zu hören.
Was früher zum Alltag gehörte, wurde beim Pro Riet-Kurs «Mähen und Dengeln» am vorletzten Samstag wieder lebendig. In der naturnah gestalteten Wohnüberbauung in Widnau lernten die Teilnehmenden, eine Wiese mit der Sense effizient, leise und besonders schonend für Pflanzen und Tiere zu mähen.
Die Kursleiter Visar Thaqi und Patrick Reck vermittelten die traditionelle Handwerkskunst und erklärten, worauf es beim Mähen, Wetzen und Dengeln ankommt. Im Praxisteil führten die Teilnehmenden die Sense konzentriert durch das hohe Gras. Manche hielten sie zum ersten Mal in den Händen, andere brachten bereits Erfahrung mit.
Warum die Sense wieder gefragt ist
Schnell zeigte sich: Aus anfänglicher Unsicherheit wurde mit der richtigen Technik eine fliessende Bewegung, die erstaunlich wenig Kraft erfordert. Schon nach wenigen Bahnen wurden die Mähzüge gleichmässiger und effizienter.
Auch beim Dengeln wurde konzentriert gearbeitet, gegenseitig Tipps gegeben und zwischendurch immer wieder gelacht. Es wuchs das Verständnis dafür, weshalb diese traditionelle Technik heute wieder an Bedeutung gewinnt: Sie schont Insekten und Kleintiere, kommt ohne Treibstoff aus und trägt dazu bei, artenreiche Wiesen langfristig zu erhalten.










