Das St. Galler Volkswirtschaftsdepartement hat eine Verlängerung der Ladenöffnungszeit an Samstagen geprüft. Diese wurde als nicht zweckmässig beurteilt.
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Ein Mann geht durch die fast leere Altstadt in Rapperswil-Jona. - Keystone

Eine befristete Verlängerung der Ladenöffnungszeit um eine Stunde am Samstagabend wegen der Corona-Krise würde den Geschäften nicht viel bringen. Zu diesem Schluss kommt das St. Galler Volkswirtschaftsdepartement.

Das Departement habe eine solche Verlängerung geprüft und als nicht zweckmässig beurteilt, heisst es in einer Mitteilung des Kantons vom Dienstag. Die Idee war – als Hilfe für die unter der Pandemie leidenden Geschäfte – an Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner herangetragen worden.

Keine wirkliche Perspektive für Geschäfte

Ziel dieser Idee war, die Umsatzeinbussen der Geschäfte wegen der Corona-bedingten Schliessungen zu verringern und die Besucherströme besser zu verteilen. Die Prüfung durch das Departement ergab jedoch keinen Handlungsbedarf. Die kurzfristige Massnahme hätte den Geschäften keine wirkliche Perspektive gebracht, heisst es.

Selbst die Detailhandelsverbände seien sich in ihren Stellungnahmen über den Nutzen einer kurzfristig verlängerten Ladenöffnung an Samstagen nicht einig gewesen. Die Idee wird vom Kanton deshalb nicht umgesetzt.

Kleinere Kapazitäten in Läden

Der Bundesrat hatte mit der Covid-19-Verordnung Beschränkungen für die Verkaufsgeschäfte angeordnet. Dies führte laut Kanton bei den Verkaufsläden zu verkleinerten Kapazitäten. Als Reaktion darauf wurde die Idee einer vorübergehenden Verlängerung der Ladenöffnung an Samstagen ans Departement herangetragen.

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