Häggenschwil SG: Vier Energieversorger wollen ihre Kräfte bündeln

    Die vier Energieversorger von Häggenschwil SG, Wittenbach, Waldkirch und Berg wollen künftig zusammenarbeiten. Bis Anfang 2027 sollen die Grundlagen vorliegen.

    Häggenschwil SG
    Gemeindehaus (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

    Möglichkeiten, regionale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Regionale Zusammenarbeit bietet die Chance, Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln, Kosten zu teilen und Leistungen langfristig effizient und qualitativ zu erbringen. Entsprechende Kooperationen werden bereits in verschiedenen Bereichen, etwa bei der Altersversorgung oder bei Verwaltungsaufgaben, auf strategischer Ebene diskutiert. Nun rückt auch die Energieversorgung in den Fokus.

    Der Schweizer Energiemarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Dezentralisierung, Digitalisierung und die zunehmende Marktliberalisierung verändern die Anforderungen an die Energieversorgungsunternehmen (EVU). Gleichzeitig nehmen die regulatorischen Vorgaben zu.

    Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen

    Insbesondere kleinere und mittlere EVU stehen vor der Herausforderung, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. Fehlendes Fachwissen, steigende Kosten, neue Anforderungen und wachsende Erwartungen der Kundschaft machen es zunehmend anspruchsvoll, alle notwendigen Kompetenzen und Ressourcen alleine bereitzustellen und sich alleine auf dem Markt zu behaupten. Vor diesem Hintergrund wollen die vier eigenständige Unternehmen EV Wittenbach, TB Waldkirch, EW Häggenschwil und Elektra Berg ihre Kräfte bündeln.

    Mit einer regionalen Zusammenarbeit sollen Kompetenzen und Ressourcen gemeinsam genutzt und die Herausforderungen des sich wandelnden Energiemarktes besser bewältigt werden.

    Eigenständigkeit und Kontrolle bleiben erhalten

    Für die vier EVU bedeutet eine regionale Zusammenarbeit eine Professionalisierung und stärkt ihre Zukunftsfähigkeit. Für die Umsetzung ist die Bildung einer gemeinsamen Organisation (z.B. ein Zweckverband) vorgesehen. Die strategische Kontrolle und das Leitungsnetz bleibt bei den Gemeinden und den einzelnen EVU.

    Damit behalten die Unternehmen ihre Eigenständigkeit und ihre lokale Verankerung. Gleichzeitig bietet die Organisation die Möglichkeit, dass sich künftig weitere EVU der Zusammenarbeit anschliessen. So kann schrittweise eine starke regionale Partnerschaft entstehen, mit welcher die Herausforderungen des Energiemarktes gemeinsam bewältigt werden können.

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