Solothurn: 100 Jahre Kunstkredit – Was hängt denn da?
Seit 100 Jahren kauft der Kanton Solothurn Kunst – rund 4000 Werke. Ab 24. Oktober zeigt das Kunstmuseum in Solothurn eine Auswahl aus der Sammlung.

Seit 100 Jahren pflegt der Kanton Solothurn eine wichtige Fördertradition: Er sammelt Kunst. Bis heute sind rund 4000 Werke zusammengekommen. Zum Jubiläumsjahr gewährt das Kunstmuseum Solothurn ab 24. Oktober Einblicke in die Sammlung.
Im Herbst 2026 jährt sich der Ankauf von Kunst durch den Kanton Solothurn zum 100. Mal. Am Anfang stand ein Kredit zur «Förderung der einheimischen Kunst». Und was mit einem Bild für das Büro eines Regierungsrats begann, ist zur kantonalen Kunstsammlung geworden.
Rund 4000 Werke zeugen mittlerweile von dieser Fördertradition.
Ab 24. Oktober werden ausgewählte Beispiele aus der Kunstsammlung ins Rampenlicht gerückt: Die Auswahl wird im Kunstmuseum Solothurn anlässlich der Ausstellung «Was hängt denn da?» gezeigt. Die Werkschau zeigt auf, wie sich die kantonale Kulturpolitik, sowie ihre Rolle und ihre Ziele entwickelt haben. Gleichsam erörtert sie Fragen um das heutige Selbstverständnis einer kantonalen Sammlung.

Eine Vielfalt an Stilen und Kunstschaffenden
Die Sammlung besticht durch ihre Breite. Sie enthält Werke von regional wie national bedeutenden Solothurner Kunstschaffenden sowie Fotografinnen und Fotografen. Viele der Werke befinden sich in Büros, Gängen und Sitzungszimmern der gesamten kantonalen Verwaltung sowie in öffentlichen Gebäuden und Museen im Kanton Solothurn.
Lanciert hat die Ausstellung das Amt für Kultur und Sport des Kantons Solothurn – in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Solothurn. Unterstützt wird das Projekt durch den Swisslos-Fonds.
Die Entstehung des Kunstkredits
1924 reichte der Kunstmaler Paul Demme im Namen der Solothurner Sektion der Gesellschaft schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (GSMBA) eine Petition an den Kantonsrat ein. Darin bat er, fortan einen Staatsbeitrag für einheimische Kunstschaffende auszurichten. Der Kantonsrat legte daraufhin einen jährlichen Kredit von 2000 Franken zur «Förderung der einheimischen Kunst» fest. Der Regierungsrat interpretierte den Auftrag im Sinne eines Kunstkredites, mit dem jährlich einheimische Kunst angekauft werden konnte.
Es war ein gewichtiger Entscheid: Er markiert den Beginn einer sich verstetigenden kantonalen Kulturpolitik. Bis zu diesem Zeitpunkt waren kulturelle Fragen beinahe ausschliesslich Sache von Gemeinden und Privaten. Das war überall in der Schweiz so: Der Kunstkredit des Kantons Solothurn war erst der zweite nach demjenigen von Basel-Stadt (1919).
Die Ausstellung
Was hängt denn da? 100 Jahre Kunstkredit Kanton Solothurn
Kunstmuseum Solothurn, Graphisches Kabinett
25.10.2026 bis 3.1.2027
Vernissage: 24.10.2026, 17 Uhr










