Die Baselstrasse in Solothurn soll für rund 55 Millionen Franken saniert und umgestaltet werden. Der Kanton Solothurn und die Aare Seeland mobil setzen auf einen Mischverkehr mit der Bahn «Bipperlisi», motorisiertem Individualverkehr sowie Rad- und Fussverkehr.
Châtel-Saint-Denis
Ein Baustellen-Schild (Symbolbild) - Keystone

In der Anfangsphase des Projektes sei das Konzept des Mischverkehrs auf verbreitete Skepsis gestossen, schrieb die Solothurner Staatskanzlei in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Diese Bedenken hätten jedoch ausgeräumt werden können. In anderen Städten funktioniere der Mischverkehr, ausserdem seien umfangreiche Analysen des Verkehrsflusses durchgeführt worden.

Die öffentliche Mitwirkung zum Projekt wurde im Sommer letzten Jahres abgehalten. Danach seien etliche Anpassungen vorgenommen und ein Vorprojekt erarbeitet worden, hiess es in der Mitteilung weiter. Dieses liege jetzt vor. Im nächsten Schritt werde ein detailliertes Bauprojekt ausgearbeitet, das die Grundlage für den Kreditantrag an den Kantonsrat bilden werde.

Die Kosten von geschätzten rund 55 Millionen Franken werden zu etwa zwei Dritteln vom Bund getragen. Den Rest soll grösstenteils der Kanton Solothurn bezahlen. Im Jahr 2019 war man noch von Kosten von 30 bis 40 Millionen Franken ausgegangen. Nun seien aber zusätzliche Elemente ins Projekt aufgenommen worden, schrieb die Staatskanzlei weiter.

Die Sanierung des rund einen Kilometer langen Strassenabschnitts zwischen dem Kreisel Baseltor und St. Katharinen sei ausgesprochen komplex. Es müssten in sehr beengten Verhältnissen zwischen denkmalgeschützten Bauten gleichzeitig eine Kantonsstrasse und eine Bahnlinie vollständig erneuert werden.

Das detaillierte Bauprojekt soll im kommenden Jahr vorliegen. Die Bauarbeiten sollen gemäss aktuellem Zeitplan Ende 2024 beginnen.

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