Nach 14 Jahren ist Schluss: Das Schwyzer Kinderparlament stellt seinen Betrieb auf das neue Schuljahr hin ein. Grund dafür ist fehlendes Geld.
Kinder an der Sitzung des Kinderparlamentes im Mai 2014 - Keystone
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Der Vorstand der IG Schwyzer Kinderparlament habe sich aufgrund der unsicheren finanziellen Lage dazu entschieden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Das einzige kantonale Parlament für Kinder in der Schweiz hatte seinen Betrieb in den letzten acht Jahren privat finanzieren müssen, nachdem der Kanton seinen jährlichen Beitrag 2013 von ursprünglich 10'000 Franken einstellte.

Die jährliche Suche nach Sponsoren und Gönnern sei zusehends schwieriger geworden. Die IG hätte die dafür nötigen Ressourcen lieber in ein stärkeres Lobbying und die Weiterentwicklung des Parlaments investiert. Eine Werbeplattform habe man während den Sessionen nicht bieten wollen.

Nebst der finanziellen Unterstützung hätte sich die IG in den letzten Jahren auch mehr ideellen Support durch die Politik gewünscht, schreibt sie in der Mitteilung. Seitens der Schulen sowie auf nationaler Ebene habe man dagegen grosse Anerkennung und Beachtung erfahren.

Das Schwyzer Kinderparlament wurde 2007 vom damaligen Kantonsrat Andy Tschümperlin (SP) initiiert. Seither trafen sich zwei Mal jährlich insgesamt rund 60 Kinder aus den 30 Gemeinden des Kantons Schwyz zu einer Session im Kantonsratssaal. Ziel des Kinderparlaments war es, den Kindern im Kanton Schwyz die Möglichkeit zur Partizipation zu bieten und ihr politisches Interesse zu wecken.

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