Jahresrechnung 2025 schliesst mit Gewinn ab
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Arth schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 912'333,02 Franken. Das Budget hatte mit einem Aufwandüberschuss gerechnet.

Wie die Gemeinde Arth mitteilt, resultiert bei einem Gesamtaufwand von 41'861'081,05 Franken und einem Gesamtertrag von 42'773'414,07 Franken ein Ertragsüberschuss von 912'333,02 Franken.
Damit schliesst die Jahresrechnung um 1'394'333,02 Franken besser ab als budgetiert und weist anstelle des vorgesehenen Aufwandüberschusses von 482'000 Franken ein deutlich positives Ergebnis aus.
Die Nettoinvestitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf 4'236'016,38 Franken und konnten aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Eine detaillierte Aufführung der Entwicklung der Finanzen im 2025 kann in diesen Tagen in einem PDF-Dokument auf der Webseite der Gemeinde Arth eingesehen werden.
Mindereinnahmen bei den Steuern
Auf der Ertragsseite lagen die Steuereinnahmen erstmals seit mehreren Jahren unter dem Voranschlag.
Die Mindereinnahmen von 615'603,51 Franken sind hauptsächlich auf tiefere Einnahmen bei den Einkommenssteuern natürlicher Personen aus früheren Steuerjahren zurückzuführen.
Insgesamt fielen die Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 2'333'679,69 Franken tiefer aus, was neben den erwähnten Mindereinnahmen auch auf die per Rechnungsjahr 2025 beschlossene Steuersatzsenkung um 10 Prozentpunkte einer Einheit zurückzuführen ist.
Mehraufwendungen bei der Pflegefinanzierung
Demgegenüber zeigte sich die Aufwandentwicklung insgesamt positiv. Bei den beeinflussbaren Aufwendungen konnten die budgetierten Werte grösstenteils eingehalten oder unterschritten werden.
Mehraufwendungen entstanden insbesondere bei den Beiträgen an den Kanton für die Pflegefinanzierung in der Höhe von 103'374,20 Franken. Diese konnten jedoch dank der Auflösung einer Rückstellung für medizinische Mittel und Gegenstände (MiGeL) von 352'900 Franken kompensiert werden.
Einen weiteren wesentlichen Beitrag zum positiven Jahresergebnis leistete die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe, welche im Rechnungsjahr 2025 um 456'836,08 Franken besser abschloss als budgetiert. Ohne diese einmaligen Effekte wäre der Aufwand entsprechend höher ausgefallen.
Zusätzlich fiel der Beitrag an die Spitex Regio Arth-Goldau für die ambulante Krankenpflege um rund 120'000 Franken tiefer aus als veranschlagt.
Spezialfinanzierungen
Die Spezialfinanzierung Feuerwehr schliesst mit einem Aufwandsüberschuss von 41'441,50 Franken (Entnahme aus der Spezialfinanzierung). Dieser ist durch das entsprechende Verpflichtungskonto gedeckt (Bestand per 31. Dezenber 2025: 166'529,94 Franken).
Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 62'435,74 Franken (Einlage in die Spezialfinanzierung). Dieser wird dem entsprechenden Verpflichtungskonto gutgeschrieben (Bestand per 31. Dezember 2025: 112'201,76 Franken).
Die Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 43'365,67 Franken (Einlage in die Spezialfinanzierung). Dieser wird dem entsprechenden Verpflichtungskonto zugewiesen (Bestand per 31. Dezenmber 2025: 137'316,32 Franken).
Nachtragskredit der Gemeinde Arth zulasten der Rechnung 2026
In der Investitionsrechnung 2026 ist die Belagsanierung des unteren Abschnitts vom Bereich der Querung der Rigibahn bis zur Güterstrasse vorgesehen. Auslöser dafür sind dringende Werkleitungserneuerungen der Gemeindewerke Arth.
Im Zuge dieser Arbeiten soll auch die Meteorwasserableitung des Gebiets oberhalb der Strassenquerung an die Meteorwasserleitung in der Güterstrasse angeschlossen werden, wodurch Synergien genutzt und zusätzliche Aufbrüche vermieden werden können.
Für diesen Zusammenschluss ist ein Nachtragskredit zulasten der Investitionsrechnung 2026 in der Höhe von 240'000 Franken erforderlich.
Gemeindewerke Arth: EW weist Ertragsüberschuss aus
Die Jahresrechnung 2025 des Elektrizitätswerkes Arth (EW) weist in der Finanzbuchhaltung einen Ertragsüberschuss von 2'572'648,87 Franken aus. Dieses Finanzergebnis ist höher als budgetiert, da gegenüber dem Budget der Aufwand tiefer war und die Energieabsätze weniger stark gesunken sind.
Der Ertrag aus dem Energie-Geschäft (Energie und Netz) ist höher als budgetiert, da der Rückgang durch die kalte Witterung nicht so hoch war wie angenommen. Entsprechend musste auch mehr Energie im Winter beschafft werden.
Die Budgetierung der Absatzmengen gestaltet sich schwierig, da das Budget jeweils auf den Werten des Vorvorjahres basiert (2023) und der Zubau von lokaler Produktion nicht planbar ist.
Die Netzverluste sind höher als im Vorjahr, was unter anderem auf den gestiegenen Energiepreis zurückzuführen ist. Die Umstellung auf Smart Meter führt zudem dazu, dass Messwerte neu exakt per Jahresende erfasst werden. Dadurch entfallen frühere zeitliche Verschiebungen bei der Ablesung, was sich buchhalterisch unterschiedlich auf Energie- und Netzbereich auswirkt.
Gemeinderat beantragt Nachtragskredit für EW Arth
Im Niederspannungsnetz wurden in den nachstehenden Gebieten folgende grössere Sanierungen und Verstärkungen vorgenommen: Ersatz der Anschlusskabine (AK) an der Brüölstrasse durch eine grössere Verteilkabine (VK). Zusammen mit der neuen Trafostation Ober Chilchstalden wurde in diesem Gebiet auch die Niederspannung verkabelt, sodass weitere Freileitungen zurückgebaut werden konnten.
Auch im Gebiet Zaystrasse – Hügelweg wurden Netzsanierungen vorgenommen. Für die Versorgung diverser neuer Häuser mussten im gesamten Gemeindegebiet neue Hausanschlussleitungen erstellt werden. Die grösste Sanierung war im vergangenen Jahr im Bereich Lindenweg.
Gemäss dem Elektrizitätsreglement (gültig ab 01. Januar 2021) beträgt die Konzessionsabgabe 0.85 Rp/kWh. Die Gemeindewerke Arth (gwa) erheben die Abgabe über die Kundenrechnungen und leiten den Ertrag an die Gemeinde Arth weiter. Zu Lasten der Gemeinde Arth gehen hingegen die Stromlieferung der Gemeindeliegenschaften sowie der Betrieb, die Stromlieferung und der Ersatz der öffentlichen Beleuchtung.
An der Gemeindeversammlung beantragt der Gemeinderat, einen Nachtragskredit im Gesamtbetrag von 33'946,41 Franken zu Lasten der Erfolgsrechnung des Elektrizitätswerkes Arth zu genehmigen.
Wasserwerk Arth verzeichnet Ertragsüberschuss
Die Jahresrechnung 2025 des Wasserwerkes Arth (WW) weist in der Erfolgsrechnung einen Ertragsüberschuss von 77'860,02 Franken aus. Dieses Ergebnis ist höher als budgetiert, da gegenüber dem Budget der Aufwand tiefer war.
Im Berichtsjahr 2025 waren nebst den diversen Hausanschlussleitungen Investitionen bei diversen Strassenzügen notwendig.
Eine grössere Position bei den Wasserreservoiren/Pumpwerken (1720) war mit rund 100'000 Franken die Ableitung vom Notpumpwerk St. Georg. Die Weiterführung der Bauarbeiten für das neue Reservoir und Stufenpumpwerk Laube, Goldau, bedingte Investitionen von 490'000 Franken. Weiter wurde für den geplanten Neubau des Reservoirs Kilchstalden in Goldau für 45'000 Franken die geologischen Untersuchungen sowie das Vorprojekt erstellt.










