Altendorf SZ: Vier Ziegen gerissen – erster Jungwolf entnommen
Oberhalb von Altendorf SZ wurden am Sonntag, 20. September, vier Ziegen gerissen. Vermutlich war ein Wolf am Werk – ein Jungwolf wurde bereits entnommen.

Am Sonntag, 20. September 2026, wurden oberhalb von Altendorf vier Ziegen gerissen. Die vorgefundenen Riss- und Verletzungsspuren sowie die Situation vor Ort lassen auf einen Riss durch einen Wolf schliessen. Derweil läuft die Regulierung des Chöpfenberg-Rudels. Inzwischen wurde ein Jungwolf entnommen.
Am Abend des 20. September 2026 ging bei der kantonalen Wildhut die Meldung über vier gerissene Ziegen im Gebiet zwischen Stöcklichrüz und Gruebhöchi oberhalb von Altendorf ein. Bei der Kontrolle vor Ort wurden vier tote Tiere festgestellt. Zur weiteren Abklärung wurden DNA-Proben gesichert und zur Analyse eingesandt.
Im Auftrag der kantonalen Wildhut wurde der Herdenschutzalarm ausgelöst. Der zuständige Herdenschutzkoordinator stellte fest, dass die Ziegenherde aufgrund ihrer Grösse im Sömmerungsgebiet als nicht zumutbar schützbar eingestuft wird. Damit sind die Voraussetzungen für die Anerkennung der betroffenen Tiere als anrechenbares Rissereignis erfüllt.
Der Riss ereignete sich im Streifgebiet des Chöpfenberg-Rudels, bei welchem derzeit eine bewilligte Wolfsregulierung durchgeführt wird. Im Rahmen dieser Regulierung wurde zwischenzeitlich durch die Wildhut ein erster Jungwolf entnommen.
Die Regulierungsmassnahmen erfolgen mit dem Ziel, die bisherige Scheu des Rudels gegenüber Menschen zu erhalten, zukünftige Schäden in der Landwirtschaft zu minimieren und problematischem Verhalten gegenüber Menschen vorzubeugen. Die Regulierung wird im Rahmen der geltenden Verfügung, welche die Entnahme von zwei Dritteln der Jungtiere vorsieht, weitergeführt.










