Schaffhausen

    Stein am Rhein: Warum die Sportplätze auch jetzt bewässert werden

    Der Fussballplatz Degerfeld in Stein am Rhein und der Sportrasen Hoga werden weiterhin bewässert. Der eine ohne Trinkwasser, der andere aus Kostengründen.

    Sportplatz Fussball Rasen Sprinkler
    In Stein am Rhein werden die Sportplätze trotz der aktuellen Trockenperiode und Sparappelle weiter bewässert. Einer der Gründe: Kosteneffizienz. (Symbolbild) - Depositphotos

    In den vergangenen Wochen hat die Stadt Stein am Rhein die Bevölkerung mehrfach dazu aufgerufen, sorgfältig mit Wasser umzugehen. Gleichzeitig stellt sich verständlicherweise die Frage, weshalb der Fussballplatz Degerfeld und der Sportrasen beim Schulhaus Hoga weiterhin bewässert werden.

    Die beiden Anlagen werden unterschiedlich mit Wasser versorgt.

    Kein Trinkwasser für den Fussballplatz

    Für die Bewässerung des Fussballplatzes wird kein Trinkwasser verwendet. Die Stadt nutzt dafür ein separates Grundwasservorkommen, das früher industriell genutzt wurde und sich nicht als Trinkwasser eignet.

    Dadurch wird die Trinkwasserversorgung nicht zusätzlich belastet.

    Ist ein Sportrasen abgestorben, muss die gesamte Rasenfläche erneuert werden

    Der Sportrasen beim Schulhaus Hoga wird hingegen mit Trinkwasser bewässert. Auch dort erfolgt die Bewässerung ausschliesslich in dem Umfang, der für den Erhalt des Rasens notwendig ist.

    Ein Sportrasen unterscheidet sich wesentlich von einem gewöhnlichen Gebrauchsrasen. Er ist speziell aufgebaut und muss hohen Belastungen durch den Sportbetrieb standhalten. Bei längeren Trockenperioden können die Gräser dauerhaft geschädigt werden.

    Ist ein Sportrasen einmal abgestorben, genügt eine einfache Nachsaat in der Regel nicht mehr. Häufig muss die gesamte Rasenfläche erneuert werden, was mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden ist.

    Bewässerung beschränkt sich auf das notwendige Minimum

    Aus diesem Grund werden der Fussballplatz sowie der Sportrasen beim Schulhaus Hoga während Trockenperioden gezielt und zurückhaltend bewässert.

    Die Bewässerung beschränkt sich konsequent auf das notwendige Minimum, um die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit der Sportanlagen zu gewährleisten.

    Übrige Grünflächen werden nicht bewässert

    Anders verhält es sich bei den übrigen Grünflächen der Stadt. Diese werden bereits seit längerer Zeit nicht mehr bewässert. Herkömmliche Gebrauchsrasen, beispielsweise im Stadtgarten, erholen sich nach Niederschlägen in der Regel von selbst oder können bei Bedarf mit geringem Aufwand nachgesät werden.

    Die Stadt Stein am Rhein geht auch während Trockenperioden verantwortungsvoll mit den Wasserressourcen um und wägt sorgfältig ab, wo eine Bewässerung aus fachlicher Sicht notwendig ist und wo darauf verzichtet werden kann.

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