Stein am Rhein plant Tempo 30 und neue Bushaltestellen
Stein am Rhein führt Tempo 30 ein, passt Bushaltestellen behindertengerecht an und optimiert Verkehrsführung, um Sicherheit und Lärmreduktion zu verbessern.

Wie die Stadt Stein am Rhein mitteilt, haben der Stadtrat Stein am Rhein und Tiefbau Schaffhausen der Bevölkerung von Stein am Rhein im Frühling 2024 ein Signalisationskonzept zu Tempo 30 und die geplanten, baulichen Massnahmen unter anderem zum behindertengerechten Ausbau der Bushaltestellen auf dem Stadtring vorgestellt. Im Anschluss wurde ein öffentliches Mitwirkungsverfahren durchgeführt.
Rund 55 Prozent der Umfrageteilnehmenden stimmten Tempo 30 auf dem Abschnitt Charregass bis Öhningerstrasse inklusive innere Kleine Schanz zu. Auf der Kantonsstrasse Grosse Schanz bis Hemishoferstrasse waren die befürwortenden und ablehnenden Rückmeldungen zu Tempo 30 ausgeglichen.
Neben den Rückmeldungen zum Tempo sind wichtige Anliegen zu den Bushaltestellen und zum Verkehrsregime auf der inneren Kleinen Schanz eingegangen. Insbesondere wurde die Befreiung der inneren Kleinen Schanz vom Durchgangsverkehr und die Beibehaltung der Parkplätze vor dem Chlosterhof beantragt.
Tempoanpassungen auf der Schaffhauser Hauptachse
Der Stadtrat und Tiefbau Schaffhausen haben das Signalisationskonzept und die baulichen Massnahmen unter Berücksichtigung der Anliegen aus der Bevölkerung angepasst. Auf dem Abschnitt Charregasse bis Öhningerstrasse wird Tempo 30 eingeführt.
Auf dem Abschnitt Grosse Schanz bis zur Hemishoferstrasse bleibt die bestehende Signalisation Tempo 40. Die Realisierung der Massnahmen erfolgt schrittweise von 2026 bis 2028 und nach Möglichkeit ausserhalb der touristischen Hochsaison. Die Erschliessung von Stein am Rhein über die Rheinbrücke wird mit kurzzeitigen Ausnahmen stets sichergestellt.
Ersatz der Lichtsignalanlage Rhigass-Chirchhofplatz im 2026
Die Lichtsignalanalage an der Rhigass und dem Chirchhofplatz hat die Lebensdauer erreicht und muss ersetzt werden. Die Realisierung startet Anfang März 2026 und dauert rund drei Wochen. Die Erschliessung der Altstadt für den Warenverkehr erfolgt neu ausschliesslich über die Oberstadt.
Die Ausfahrt vom Rathausplatz in die Rhigass ist nur noch für Velos gestattet. Zur Optimierung des Verkehrsablaufs wird der Verkehr mit Detektoren erfasst und dynamisch gesteuert.
Einführung von Tempo 30 im Abschnitt Charregass bis Öhningerstrasse im 2027
Im Winter-Frühjahr 2027 ist zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Reduktion der Lärmimmissionen die Umsetzung von Tempo 30 im Abschnitt Charregass bis zur Kreuzung Öhningerstrasse-Mühlenstrasse inklusive innere Kleine Schanz geplant.
Verbunden mit der Reduktion der signalisierten Höchstgeschwindigkeit sind eine lokale Verschmälerung der Fahrbahn am südlichen Brückenkopf sowie bauliche Anpassungen an der inneren Öhningerstrasse und der Einfahrt in die innere Kleine Schanz vorgesehen.
Der Fussgängerstreifen am Brückenkopf Süd bleibt erhalten. Bei der Einfahrt in die Kleine Schanz wird der Fussgängerstreifen mit einer Trottoirüberfahrt ersetzt. Zwischen dem Zeughaus und der Kreuzung Öhningerstrasse-Mühlenstrasse wird der Deckbelag ersetzt und die Strassenentwässerung optimiert.
Die Stadt Stein am Rhein beteiligt sich gemäss kantonalem Strassengesetz an den Baukosten für die Projektumsetzung. Der entsprechende Kostenanteil wird dem Einwohnerrat mit dem Budget 2027 beantragt.
Sanierung Kreuzung Öhningerstrasse und Neubau Bushaltestelle Grosse Schanz im 2028
Im Jahr 2028 ist die Sanierung der Kreuzung Öhningerstrasse-Mühlenstrasse und der Bau einer behindertengerechten Bushaltstelle an der Grossen Schanz auf Höhe Mehrzweckhalle Schanz geplant. Die Geometrie der Kreuzung Öhningerstrasse wird zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für den Fuss- und Veloverkehr geringfügig angepasst.
Mit der Umlegung der Bushaltestelle von der inneren Öhningerstrasse an die Grosse Schanz wird die Busführung vereinfacht und gleichzeitig die Erschliessung der nördlichen Wohngebiete verbessert. Die städtische Erschliessungstrasse innere Kleine Schanz soll vom motorisierten Durchgangsverkehr befreit werden.
Die Veloroute durch die Altstadt wird an die innere Kleine Schanz umgelegt. Das Detailkonzept liegt noch nicht vor und wird im 2026 durch die Stadt erarbeitet.






