Marvin Lier beendet brillante Kadetten-Karriere
Marvin Lier beendet seine Karriere bei den Kadetten Schaffhausen nach 19 Jahren voller Tore, Titel und unvergesslicher Momente im Spitzensport.

Wie die Kadetten Schaffhausen mitteilen, beendet Flügelspieler Marvin Lier seine eindrucksvolle Karriere nach der laufenden Saison. Mit Demut blickt der 33-Jährige auf 19 Jahre im Spitzenhandball zurück, die er im Sommer mit einem weiteren Schweizer-Meister-Titel mit den Kadetten Schaffhausen krönen möchte.
Es sind beeindruckende Marken, die Lier in all diesen Jahren aufgestellt hat. Bislang 505 Spiele in der höchsten Schweizer Liga absolvierte der linke Flügel und erzielte dabei 1566 Tore.
Dazu kommen 105 Partien im Dress der Schweizer Nationalmannschaft, für die er 250 Treffer erzielen konnte und bei Welt- und Europameisterschaften im Einsatz war. Über den HC Ehrendingen, TV Endingen, Pfadi Winterthur sowie Bundesligist SG Flensburg-Handewitt, mit der Lier Champions-League-Erfahrungen sammeln durfte, fand der im Aargau aufgewachsene Zürcher 2021 zu den Kadetten.
Im orangen Dress feierte er bislang vier Meisterschaften, zwei Cup- und drei Supercup-Siege und drang bis in den Viertelfinal der European League mit den Kadetten vor. «Ich bin extrem stolz auf das, was ich in dieser Zeit alles erleben und erreichen durfte», sagt Lier und blickt gerne auf seine erfolgreichste Zeit als Spieler in der Munotstadt zurück.
Abschied mit grossen Emotionen
Mit seiner emotionalen Spielweise und offenen Art gehört er zu den Publikumslieblingen. Der grosse Traum des Torjägers ist es, sich mit einem weiteren Titel in den Handball-Ruhestand zu verabschieden.
Der Rücktritt habe sich abgezeichnet und komme nicht aus dem Nichts, erklärt Lier. Nach abgeschlossenem Studium in Erziehungswissenschaft sammelte er erste Erfahrungen in der Schulleitung in Hallau.
Seit wenigen Wochen ist er nun Hauptschulleiter für den ersten und zweiten Zyklus (Kindergarten bis sechste Klasse). Eine Aufgabe, die ihm grosse Freude bereitet. «Trotzdem fällt einem als Spitzensportler der Rücktritt nie leicht», so Lier.
«Es ist eine wahnsinnig fordernde, aber vor allem schöne Zeit, die wir als Profisportler erleben dürfen. Diese Zeit wird nie mehr zurückkommen. Ich freue mich auf meine berufliche Zukunft, aber der Sport wird mir sehr fehlen.»
Dankbarkeit und Blick in die Zukunft
Einen grossen Dank richtet er an die vielen Trainer, Freunde, Teamkollegen, Förderer, Betreuer und Helfer, die ihn auf seinem Weg begleitet und diesen ermöglicht haben. «Ein ganz besonderer Dank gilt meiner Familie und meiner Frau Jasmin», erklärt er bewegt.
«Sie haben jede Niederlage und jeden Rückschlag mitgetragen, mich immer wieder aufgebaut und mir den Rücken gestärkt.» Umso schöner sei es, auf viele gemeinsame Erfolge und positive Emotionen zurückblicken zu dürfen, «welche ich mit ihnen teilen durfte. Merci – ohne euch wäre diese Karriere niemals möglich gewesen.»
Neben dem talentierten Eigengewächs Yari Prince steht sein Nachfolger für den linken Flügel der Kadetten bereits fest. Vom HSC Suhr Aarau kommt in dessen 21 Jahre alten Topskorer sowie Junioren-Nationalspieler Nikos Sarlos ein Versprechen für die Zukunft nach Schaffhausen.









