Am Ende tanzten die Spieler aus Montpellier. Trotz starker Gegenwehr gelang es den Kadetten Schaffhausen im heutigen Rückspiel nicht, nochmals eine Sensation zu
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Nach starkem Beginn mussten sie sich Montpellier mit 25:32 geschlagen geben. Schon zur Pause führten die Franzosen mit 10:16.

Nach der sensationellen Leistung im Hinspiel zeigten sich die Kadetten auch im Rückspiel von ihrer besten Seite. Das Spiel startete temporeich und spannend. Durch einen Doppelschlag zeigten die Franzosen, dass sie nicht gewillt waren, aus dem Wettbewerb auszuscheiden. Doch die Kadetten nahmen die Herausforderung an und glichen postwenden aus. In der 11. Spielminute nutzten Sesum und Csaszar eine Strafe gegen Montpellier aus, um ihre Farben wieder auf 5:5 ausgleichen zu lassen. Leider machte sich danach die grosse Belastung der vergangenen Monate bemerkbar. Zu viele technische Fehler und einige überhastete Abschlüsse ermöglichten es Montpellier auf 7:11 und 8:14 davon zu ziehen. Diesen Rückstand konnten die Kadetten bis zum Seitenwechsel nicht mehr wett machen und so endete die erste Halbzeit mit 10:16.

Zu Beginn der 2. Halbzeit dauerte es ganze 2 Minuten, bis der erste Treffer gelang. Donat Bartok traf, nachdem Kristian Pilipovic mit zwei Paraden geglänzt hatte. Doch angeführt von ihrem Bestplayer Yanis Lenne erhöhte Montpellier das Skore gar auf 12:20 in der 37. Minute. Die individuelle Stärke der Franzosen im Abschluss und die grossgewachsenen Abwehrspieler in der Verteidigung hatten ihre Hausaufgaben gut gemacht. Die Kadetten aber gaben nie auf! Angeführt von einem sehr stark spielenden Gabor Csaszar holten sie wieder Tor um Tor auf. Plötzlich lagen sie nur noch mit vier Treffern im Rückstand. Zu mehr jedoch reichten die Kräfte am heutigen Abend nicht mehr.

Die Kadetten Schaffhausen dürfen aber trotz dieser Niederlage sehr stolz auf ihre Leistung sein. Die enorme Belastung durch die vielen Spiele im Februar und die Reisen an die Auswärtsspiele forderten schlussendlich ihren Tribut. «Wir haben einen guten Job gemacht. Ich habe in meiner Karriere noch nie so viele Spiel in einem Monat gespielt wie in diesem Februar. Wir können stolz sein auf unsere EHL Kampagne. Heute haben wir alles probiert – doch Montpellier war stärker», brachte es Bestplayer Gabor Csaszar auf den Punkt. Und Lukas Herburger ergänzte: «Ich bin ziemlich platt!» Eine Auszeichnung haben sich die Kadetten bei diesem Spiel aber dennoch verdient: Das Tor des Spiels erzielte Seppo Frimmel. Aus der Luft fischte er das Zuspiel von Pilipovic und verwertete herrlich zum 23:28.

Jetzt geht es darum, dass sich die Kadetten Schaffhausen auf ihr Kerngeschäft, die Meisterschaft in der Quickline Handball League konzentrieren. Da steht das nächste Spiel für die Kadetten am 8. April auswärts gegen den BSV Bern auf dem Programm. Die Pause über die Ostertage haben sich alle Spieler mehr als verdient!

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