Bahnübergang in Stein am Rhein wird untertunnelt

Starker Verkehr am Bahnübergang zwingt Stadt Stein am Rhein und Kanton Schaffhausen zu einer Unterführung. Erste Umsetzung ist frühestens ab 2030 möglich.

Altstadt
Die Altstadt von Stein am Rhein beherbergt eine Vielzahl an kleinen Boutiquen, Kunsthandwerksläden und Antiquitätengeschäften. - Schaffhauserland Tourismus / Bruno Sternegg

Wie die Stadt Stein am Rhein mitteilt, wirkt sich die intensive Siedlungsentwicklung auf der Südseite der SBB-Bahnlinie in Stein am Rhein auf den Strassenverkehr aus. Der durchschnittliche tägliche Verkehr am Bahnübergang könnte sich mit einer vollständigen Ausnutzung der Bauzonen langfristig von heute rund 7000 auf über 10’000 Fahrzeuge pro Tag erhöhen.

Bei geschlossener Barriere muss während den Spitzenverkehrszeiten zukünftig regelmässig mit erheblichen Rückstauungen in beide Richtungen gerechnet werden, insbesondere im Bereich Burgwis- und Bahnhofkreisel. Die Verkehrsführung für die Velofahrenden ist im Bereich des Bahnübergangs und beim Burgwiskreisel bereits heute äusserst anspruchsvoll.

Bahnübergang wird durch Unterführung ersetzt

Der Kanton Schaffhausen und die Stadt Stein am Rhein planen deshalb die Aufhebung des Bahnübergangs mit einer Strassenunterführung für den motorisierten Individualverkehr. Die Unterführung ermöglicht eine Entflechtung des motorisierten Individualverkehrs vom Fuss- und Veloverkehr sowie eine gestalterische Aufwertung des Strassenraums.

Die Projektierung ist weit fortgeschritten. Die Projektkosten betragen rund 24 Millionen Franken (plus/minus 20 Prozent). Das Projekt wurde dem Bundesamt für Raumentwicklung zur Mitfinanzierung über das Agglomerationsprogramm der 5. Generation beantragt.

Kanton und Stadt können bei einer Genehmigung des Gesuchs mit einem Beitrag von rund 30 Prozent rechnen. Die verbleibenden Kosten werden zwischen Kanton und Stadt gemäss kantonalem Strassengesetz mit rund 85 zu 15 Prozent aufgeteilt.

Politische Beratung und öffentliche Infos gestartet

Parallel zur Prüfung des Projekts durch den Bund haben der Regierungsrat und Stadtrat nun den politischen Prozess zum Ausbauvorhaben eingeleitet und entsprechende Orientierungsvorlagen an den Kantonsrat beziehungsweise Einwohnerrat verabschiedet. Das Projekt wird nun in diesen Gremien beraten.

Bei positivem Ausgang wird je eine Kreditvorlage ausgearbeitet. Der früheste Zeitpunkt für eine Realisierung ist ab dem Jahr 2030.

Auch die Bevölkerung wird über das Ausbauvorhaben informiert. Am 17. März 2026 um 19.30 Uhr findet in der Mehrzweckhalle Schanz in Stein am Rhein eine öffentliche Informationsveranstaltung statt.

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