Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) verzichtet am Bahnhof Hospental UR auf auf den Bau einer Werkstatt. Sie begründet dies mit dem Ortsbild- und Denkmalschutz. Sie will das Vorhaben im benachbarten Andermatt UR realisieren, wie sie am Freitag gemeinsam mit dem Kanton Uri mitteilte.
Hospental
Das Eingeschneite Dorfzentrum von Hospental während den heftigen Schneefällen am Sonntag, 13. Januar 2019, im Kanton Uri. - Keystone

Die MGB plante in Hospental eine Werkstatt, in der Lokomotiven und Wagen hätten unterhalten werden sollen. Das alte Bahnhofgebäude hätte dazu abgerissen werden sollen. Die bestehende Werkstätte in Andermatt sollte im Gegenzug aufgegeben werden.

Die Pläne für Hospental zerschlugen sich aber bei der Ausarbeitung des Vorprojekts. Grund dafür ist, dass das Ortsbild des Dorfes, wo die Gotthardpassstrasse und Furkapassstrasse zusammenkommen, als schützenswert gilt. Den gleichen Status hat das Bahnhofsgebäude.

Die zuständigen Kommissionen des Bundes seien in einem Gutachten zum Schluss gekommen, dass das Vorhaben der MGB das Ortsbild schwerwiegend beeinträchtigen würde, teilten das Bahnunternehmen und der Kanton Uri mit. Zudem sei das Bahnhofsgebäude zu erhalten.

Auch wenn die MGB ihre Pläne für Hospental aufgibt, will sie im Urserental eine neue Werkstatt bauen. Es werde nun geprüft, ob im Raum Andermatt ein Neubau machbar sei, hiess es in der Mitteilung.

Das Festhalten an einem Projekt in der Region begründete das Bahnunternehmen mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen, aber auch mit betrieblichen Gründen. Komme es zu einer Störung, solle schnell reagiert werden können, hiess es. Durch die Konzentration an einem Standort könne ferner die Produktivität und Verfügbarkeit erhöht werden.

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