Wie die Gemeinde Giswil mitteilt, wurde in der Versammlung vom 20. Mai 2022 ein Kredit von 4,2 Millionen Franken für den Bau des Hochwasserschutzes genehmigt.
Landschaftsfoto in Giswil.
Landschaftsfoto in Giswil. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Der Rudenzer Berg wird von vielen steilen, murgangfähigen Gräben durchzogen, welche bei ausgeprägten Unwettern anspringen. Hochwasser und Geschiebe fliessen nachfolgend zu Tal und führen bei der Bahnlinie, bei den Erschliessungen, den Höfen und deren Liegenschaften sowie im Siedlungsgebiet häufig zu Schäden durch Überschwemmungen und Übersarungen.

Zur Verbesserung der aktuellen Gefährdungssituation hat die Wasserbaukommission das Hochwasserschutzprojekt Schmittenbächli geplant. Zeitgleich hat die zb Zentralbahn AG diverse Erneuerungs- beziehungsweise Instandsetzungsprojekte geplant. Die Projekte wurden während eineinhalb Jahren in enger Zusammenarbeit entwickelt und gegenseitig abgestimmt.

Das Hochwasserschutzprojekt Schmittenbächli umfasst im wesentlichen Teilprojekte wie den Gerinneverbau und die Instandsetzung von Schmittenbächli und Bodengräbli, den Entlastungskorridor Schmittenbächli, den Geschiebesammler Ächerli oberhalb der Zentralbahnlinie.

Weiters umfasst es die Gerinneumlegung am Finstergraben sowie den Neubau der Furt Bärfallenstrasse und die Gerinneumlegung am Äschigraben, der Geschiebesammler Äschirank und der Überlastdamm Äschigraben.

Bahnlinie und Siedlungen sollen geschützt werden

Mit dem Projekt sollen die Bahnlinie, das Siedlungsgebiet Rudenz bei Burgmatt bis Einmündung Aa-Kanal sowie die Liegenschaften und die landwirtschaftlichen Nutzflächen Rei, Benzenmatt, Burgmatt, Äschi, Schwendiboden und Zünli vor Überschwemmungen, Übersarungen und Übermurungen geschützt werden.

Die Gemeindeversammlung genehmigte den Kredit für die Realisierung des Hochwasserschutzprojekts Schmittenbächli nach der Beantwortung einer Frage eines Stimmbürgers in der Höhe von 4'200'000 Franken diskussionslos.

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