Goldach

    Die Umsetzung der regionalen Gemeindedienste hat begonnen

    Gemeinde Goldach
    Gemeinde Goldach

    Rorschach,

    Die Räte von Goldach und Rorschach haben die Projektorganisation Gemeindedienste verabschiedet. Ziel ist es, diese per 1. Januar 2027 operativ zu starten.

    Das Rathaus der Gemeinde Goldach.
    Das Rathaus der Gemeinde Goldach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Nach dem Ja der Bürgerversammlungen von Goldach und Rorschach zu den Gemeindediensten Region Rorschach haben die Räte der beiden Gemeinden die Projektorganisation verabschiedet.

    Ziel ist es, die neue Organisation per 1. Januar 2027 operativ zu starten, wie die Gemeinde Goldach schreibt.

    Unternehmen als gemeinsames «Gefäss», um Verwaltungsaufgaben zu organisieren

    Die Stimmberechtigten von Goldach und Rorschach haben an ihren Bürgerversammlungen der Gründung eines öffentlich-rechtlichen Unternehmens zugestimmt. Dieses bildet das Gefäss, um künftig verschiedene Verwaltungsdienstleistungen für die beteiligten Gemeinden gleichberechtigt und in gemeinsamer Verantwortung zu erbringen.

    In einem ersten Schritt betrifft dies die Steuerdienste, die Informatikdienste, die Bau- und Umweltdienste sowie die Personaldienste. Weitere Bereiche können später schrittweise folgen.

    Im Mai haben der Gemeinderat Goldach und der Stadtrat Rorschach die Projektorganisation verabschiedet und damit festgelegt, wie die Umsetzung geführt, koordiniert und kontrolliert wird. Die Projektarbeiten laufen bereits und werden in den kommenden Monaten eng begleitet.

    Klare Zuständigkeiten für die Umsetzung

    Auftraggeber des Projekts sind der Gemeinderat Goldach und der Stadtrat Rorschach. Sie treffen die politischen Grundsatzentscheide und beschliessen die Vorlagen, die in die Zuständigkeit der beiden Räte fallen.

    Für die strategische Steuerung ist ein Steuerungsgremium, welchem Vertreter aus den beiden Räten angehören, eingesetzt. Es priorisiert die Arbeiten, behandelt offene Fragen und gibt wichtige Meilensteine frei.

    Die operative Gesamtführung liegt bei der Projektleitung, welche die beiden Schreiber wahrnehmen. Sie koordiniert die Teilprojekte, sorgt für die Abstimmung zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen und bereitet Entscheide für das Steuerungsgremium vor.

    Das Projektsekretariat führt die Stadtkanzlei Rorschach. Es betreut unter anderem den Terminplan, das Sitzungswesen, das Reporting und die Projektdokumentation.

    Teilprojekte für Dienststellen und Grundlagen

    Die Umsetzung ist in mehrere Teilprojekte gegliedert. Vier Teilprojekte befassen sich direkt mit den künftigen regionalen Dienststellen: Steuerdienste, Personaldienste inklusive Lehrlingswesen, Informatikdienste sowie Bau- und Umweltdienste.

    Daneben gibt es übergreifende Teilprojekte, die wichtige Grundlagen für das neue Unternehmen schaffen. Dazu gehören die Buchhaltung, die Versicherungen, die Leistungsvereinbarungen, das Organisations-, das Personal- und das Spesenreglement, die IT-Lizenzierung, die Raumbelegung samt interner Verrechnung sowie der künftige Auftritt der regionalen Gemeindedienste.

    Enger Zeitplan bis Ende Jahr

    Der Zeitplan ist anspruchsvoll. Seit dem Kick-off im Mai erarbeiten die Teilprojektverantwortlichen bis Ende August an den fachlichen und organisatorischen Grundlagen. Bereits im Juni stehen erste Grundsatzentscheide zum Personalreglement an.

    Im August folgt ein Zwischenbericht an die beiden Räte. Im September sollen sie die ersten Resultate, insbesondere die Leistungsvereinbarungen und die Konstituierung des öffentlich-rechtlichen Unternehmens, genehmigen. Anschliessend sind die Umsetzungsplanung, die nötigen Referendumsverfahren sowie die Vorbereitung der neuen Arbeitsverträge vorgesehen.

    Im November stehen dann die Schlussgenehmigungen, beispielsweise des Personal- und Spesenreglements, sowie die Inkraftsetzung der Leistungsvereinbarungen und die Verabschiedung des Budgets 2027 an. Der operative Start ist auf den 1. Januar 2027 vorgesehen.

    Gleichberechtigte Zusammenarbeit ohne Gemeindefusion

    Die Gemeindedienste Region Rorschach sind kein Schritt zu einer Gemeindefusion. Goldach und Rorschach bleiben politisch selbstständig.

    Mit dem neuen öffentlich-rechtlichen Unternehmen schaffen die beiden Gemeinden jedoch ein gemeinsames Gefäss, um Verwaltungsaufgaben professionell, verlässlich und gleichberechtigt zu organisieren.

    Ziel ist es, Fachwissen zu bündeln, Stellvertretungen zu verbessern und die Dienstleistungen für die Bevölkerung langfristig zu sichern.

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