Rapperswil

    Grenzen überschreiten – Kunst(Zeug)Haus wagt grosses Experiment

    Kunst(Zeug)Haus
    Kunst(Zeug)Haus

    Rapperswil-Jona,

    In der neuen Ausstellung «Wohin – woher – womit» des Kunst(Zeug)Hauses bestimmen kulturell engagierte Menschen, was und wie ausgestellt wird.

    Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona Ausstellung
    «Wie inszeniere ich ein Kunstwerk am besten?»: Im Vordergrund Ruth Pilotto und weitere Mitglieder des Vereins IntegrArte. - Katharina Seleznova.

    Was macht ein Museum in einer Kleinstadt wie Rapperswil-Jona heute relevant? Für das Kunst(Zeug)Haus liegt die Antwort in einem Experiment, wie das Museum in einer Mitteilung schreibt:

    In der neuen Ausstellung «wohin – woher – womit» bestimmt nicht das angestammte Museumsteam, was und wie ausgestellt wird, sondern kulturell engagierte Menschen, die ihre ganz eigene Expertise und Lebenserfahrung einbringen.

    Diese schlagen neue, unerwartete Brücken und Zugänge zu den Sammlungsbeständen.

    Bedeutung der Kunstwerke entsteht im Dialog

    Die grossen Fragen des Lebens stehen im Zentrum: Wohin gehen wir? Woher kommen wir? Und womit meistern wir unseren Weg?

    Die Antworten fanden die Mitwirkenden – der Kurdische Kulturverein Rapperswil-Jona, der Verein IntegrArte, die Kunstvermittlerinnen von artefix kultur und schule, die Kunstfabrik Wetzikon, Olena Shliundt aus der Ukraine sowie Helen Zimmermann vom Schweizerischen Blindenbund – verdichtet in den Kunstwerken. Die Teilnehmenden setzen diese mit persönlichen Objekten und Geschichten in Bezug, deuten sie neu.

    «Wohin – woher – womit» ist eine Ausstellung, die Grenzen überschreitet, um Neugier für das Unbekannte zu wecken.

    Der Sammlungskurator Florian Hürlimann, der die Schau organisiert, hält fest: «Ein Museum muss ein Ort sein, an dem soziale Schranken fallen. Das ist auch ein Gewinn für die Kunstwerke. Denn Bedeutung entsteht im Dialog: zwischen Werk und Betrachtenden, aber auch zwischen den Besuchenden untereinander.»

    Auch das Rahmenprogramm wagt Neues

    Auch in der Vermittlung wird Neues gewagt. Das Rahmenprogramm gestalten die Teilnehmenden selbst: von der grossen Tavolata mit Essen aus aller Welt über Workshops zu südamerikanischen Quipus bis hin zu einem Konzert, bei dem der Schlagzeuger Chrigel Bosshard die Kunst buchstäblich zum Klingen bringt.

    Die Ausstellung fordert mehr als nur den Sehsinn.

    Die Vernissage ist für Sonntag, den 26. April 2026, 11 Uhr, geplant.

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