Wie die Stadt Olten berichtet, wird ab 8. April 2024 die alte Strassenbeleuchtung durch eine neue smarte LED-Strassenbeleuchtung ersetzt.
Das Stadttheater und der Konzertsaal der Stadt Olten.
Das Stadttheater und der Konzertsaal der Stadt Olten. - Nau.ch / Werner Rolli
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Vor rund einem Jahr haben die Stadt Olten und die Aare Energie AG (a.en) beschlossen, rund 2000 Leuchten der öffentlichen Strassenbeleuchtung in Olten auf smarte, bedarfsgerechte LED-Technologie umzustellen.

Ersetzt werden hauptsächlich die Leuchten mit «alter» Technik, das heisst die Natriumdampf- und Quecksilberdampflampen.

Bereits auf LED umgerüstete Leuchten bleiben bestehen; ebenso weiterverwendet werden die Kandelaber.

Leuchten mit «Cellular Controllern» ausrüsten

Die eingesetzten smarten LED-Leuchten und deren Steuerung erlauben es, Licht «nur dann wenn nötig, und so wenig wie möglich» einzusetzen, wodurch Energie, Betriebskosten und Lichtemissionen reduziert werden können.

Die von der a.en beauftragte Swiss Licht AG wird ab 8. April 2024 mit ihrer Hebebühne die modernen, sensorgesteuerten und auf die Bedürfnisse der a.en beziehungsweise der Stadt Olten konfigurierten LED-Leuchten montieren.

Pro Standort wird knapp eine Viertelstunde benötigt.

Im selben Arbeitsschritt werden die Leuchten mit den sogenannten «Cellular Controllern» (Sensoren) ausgerüstet, damit die Beleuchtung fortlaufend programmiert und jeweils am Ende des Tages in Betrieb genommen werden kann.

Arbeiten bis den Sommerferien geplant

Gestartet wird mit der Umrüstung auf der linken Aareseite (Chalchofen), um dann via Industrie auf der rechte Aareseite bis zum Meisenhard vorzugehen.

Für die «normalen» Leuchten sind ungefähr zwölf Arbeitswochen bis zu den Sommerferien geplant.

Die Spezialleuchten (zum Beispiel Altstadt, Objektanleuchtungen) sollten bis Ende Jahr gewechselt und in Betrieb sein.

Die Arbeiten erfolgen bei normalem Verkehrsfluss für mögliche kurzzeitige Einschränkungen bittet die a.en um Verständnis.

Licht dient der Sicherheit

Die öffentliche Strassenbeleuchtung dient der Verkehrssicherheit, und dabei vor allem dem Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer.

Eine komplett ausgeschaltete Beleuchtung in Form zeitlicher Nachtabschaltungen erfüllt diesen Zweck nicht.

Die moderne Steuerung hilft, einerseits eine normengerechte Beleuchtung zu gewährleisten, und andererseits die Lichtemissionen zu reduzieren.

Das bedeutet für die Verkehrsteilnehmer und die Bevölkerung eine kleine Umstellung, an die man sich aber rasch gewöhnt.

Was ist «Beleuchtung nach Bedarf»?

In den Leuchten integrierte Bewegungssensoren senden über die Steuerung Signale an das Beleuchtungsnetz.

Bei Inaktivität (kein Verkehr) werden die Leuchten entlang der betroffenen Strassenachse auf ihre Basisleistung gedimmt (sieben Prozent der Nennleistung).

Das wenige verbleibende Restlicht ist mit einer Mondnacht zu vergleichen – eine Helligkeit, die als beleuchtet wahrgenommen wird – und dient zur Orientierung.

70 bis 80 Prozent weniger Energie

Nähert sich ein Fahrzeug oder Fussgänger einer Leuchte, fährt die Beleuchtung hoch.

Nach einigen Sekunden sinkt die Beleuchtung sanft auf Basisdimmung. Der Verkehrsteilnehmer merkt in der Regel nichts. Er hat eine beleuchtete Strasse vor sich.

Mit der «Beleuchtung nach Bedarf» sollen circa 70 bis 80 Prozent weniger Energie verbraucht werden, was während des von der a.en im 2022 durchgeführten Feldversuches am Schürmattweg und an der Leberngasse bestätigt wurde.

Die Reduktion von Lichtemissionen ist nicht nur für den Mensch angenehm, sondern auch für Vögel, Insekten und andere Kleintiere sowie für das Pflanzenwachstum von Vorteil.

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