Muttenz: Herber Dämpfer zum Saisonstart

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Der SV Muttenz verliert sein erstes Heimspiel in Muttenz BL gegen Aufsteiger Muri-Gümligen 0:1. Das Siegestor fiel erst in der Nachspielzeit.

Untertitel: Der SV Muttenz kann die guten Ergebnisse der Vorbereitung nicht bestätigen. Im ersten Heimspiel der neuen Saison verliert das Team gegen Aufsteiger Muri-Gümligen nach einem Tor in der Nachspielzeit unglücklich mit 0:1.

Vor der Partie wurde Muttenz-Stürmer Daniele Vesco als bester Torschütze der letzten 1. Liga-Saison ausgezeichnet. Noch nie in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte hat dies ein Spieler des SV Muttenz geschafft. Dafür erhielt Vesco von der 1. Liga eine Auszeichnung und positive Worte des Speakers mit auf den Weg.

Doch der erste Auftritt der neuen Saison war nur von kurzer Dauer. Nach wenigen Minuten musste Vesco verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Da sich auch Verteidiger Morger verletzte, musste das Trainerteam um Peter Schädler bereits früh Anpassungen vornehmen.

Das war dem Spielfluss sicher nicht förderlich. Zudem war der Gegner sehr aufsässig und aggressiv in den Zweikämpfen. Auf den Zuschauerrängen wurde die fragwürdige Linie des Schiedsrichters durchaus laut kommentiert.

Das Heimteam hatte in der 1. Halbzeit Mühe, sein Kombinationsspiel aufzuziehen. Torabschlüsse waren Mangelware. Noch in der Vorbereitung erzielte man zahlreiche Tore, das Schälder-Team wurde von seinen Gegnern allerdings kaum einmal gefordert.

Das war im ersten Meisterschaftsspiel ganz anders. Muri-Gümligen konnte die Aufstiegseuphorie in die Waagschale werfen. Das Team verteidige diszipliniert und konnte auch Offensivaktionen verzeichnen.

Erst gegen Ende der 1. Hälfte fand der SV Muttenz besser in die Partie und konnte seinerseits Abschlüsse verzeichnen. Zählbares sprang dabei aber nicht heraus.

Der SVM startete dann besser in die 2. Halbzeit und konnte früh eigene Torchancen herausspielen. Doch auch die zweiten 45 Minuten waren geprägt von vielen Duellen und kleineren Nicklichkeiten. Je länger die Partie dauerte, umso mehr verlagerte sich das Geschehen in die Platzhälfte des Aufsteigers.

Ein toller Volleyschuss von Miljanovic ging allerdings genauso vorbei wie der Abschluss des jungen Ait Jloulat. So schien es auf ein Unentschieden Hinauszulaufen. In der Nachspielzeit kam es allerdings ganz anders.

Mit einem sehenswerten und unhaltbaren Weitschuss schoss Floriant Zubaku das Siegestor für Muri-Gümligen. Besonders ärgerlich aus Muttenzer Sicht ist, dass der Ursprung des Gegentors bei einem eigenen Einwurf war, der technisch unsauber verarbeitet wurde und so der Gegner zum Ballbesitz kam. Auf das Gegentor konnte der SV Muttenz nicht mehr reagieren.

Daher ging das Startspiel unglücklich mit 0:1 verloren. Muttenz-Trainer Peter Schädler zeigte sich mit dem Ausgang der Partie natürlich unzufrieden, da man einen Sieg angestrebt hatte. Er spricht von einem „unnötigen“ Gegentor in der Nachspielzeit.

Der erfahrene Cheftrainer weist darauf hin, dass sein Team sicher noch Zeit brauche, bis die Automatismen stimmen. Die frühen Wechsel waren dem Selbstverständnis sicherlich nicht förderlich. Ein Daniele Vesco im Sturm zu ersetzen ist natürlich schwierig.

Und nach dem Ausfall von Morger war die Abwehr praktisch komplett neu zusammengesetzt. Die Neuzugänge bringen viel Qualität mit und mit diesem Kader muss es die Ambition sein, die letztjährige tolle Saison zu bestätigen. Allerdings braucht die Integration der Neuen auch seine Zeit, bis alle verstehen, wie man mit Ball agieren möchte.

Nun gilt es diesen Dämpfer zu verarbeiten. Am 2. Spieltag trifft der SV Muttenz am Samstag, 15. August um 18:00 Uhr auswärts auf das Spitzenteam GC U-21.

Muttenz: Oberle; Poloni (83. Nagel), Schweizer, Farinha, Morger (16. Bai); Mumenthaler, (74. Sambasivam) Suter, Freyenmuth, Zünd (74. Ait Jlouat); Vesco (16. Murith), Miljanovic.

Muri-Gümligen: Schöni; Kolua, Kühne (80. Likaj), Zollner (80. Kiabonga Kikanda), Zubaku; Andrejevic (77. Beqaj), Ucar, Vranovci; Münger (77. Jakob, Rinaldo (90. Christen), Oyamendan.

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Muttenz: Herber Dämpfer zum Saisonstart - Nau.ch / Miriam Danielsson

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